Der Ärztliche Bereitschaftsdienst

Medizinische Hilfe in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen

Sie sind krank und die Arztpraxen sind zu? Sie sind nicht lebensbedrohlich erkrankt, können jedoch nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten?

Dann helfen Haus- und Fachärzte im Bereitschaftsdienst. Entweder direkt in einer von bundesweit über 600 Bereitschaftsdienstpraxen oder telefonisch unter der Rufnummer 116117.

Bereitschaftsdienstpraxen finden

Schnelle und unkomplizierte Hilfe

Sie erhalten schnell und unkompliziert die ärztliche Hilfe, die Sie brauchen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst versorgt sowohl Kassen- als auch Privatpatienten.

Einfach und überall

Die Telefonnummer 116117 funktioniert ohne Vorwahl und gilt deutschlandweit. Der Anruf ist für Sie kostenfrei – egal, ob Sie über das Festnetz oder mit dem Mobiltelefon anrufen.

Wie hilft mir die 116117?

Wählen Sie die 116117 und ...

  • Sie sprechen mit einem Mitarbeiter in einer unserer zahlreichen regionalen Leitstellen,
  • Ihr Anliegen wird aufgenommen und an einen Arzt weitergeleitet,
  • Sie erfahren den Standort der nächsten Bereitschaftsdienstpraxis, die Sie selbst aufsuchen können,
  • bei Bedarf kommt auch ein Arzt zu Ihnen nach Hause.

Darüber hinaus sind wir für Ihre Fragen da, wenn Sie wissen möchten, wie Sie sich selbst helfen können.

116117 oder 112? Für alle Fälle die richtige Nummer

Der Bereitschaftsdienst hilft bei Erkrankungen, mit denen Sie normalerweise einen Arzt in einer Praxis aufsuchen würden, die Behandlung aber aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten kann.

In lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie bitte den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112

Beispiele für Erkrankungen, die vom ärztlichen Bereitschaftsdienst versorgt werden können:

  • Erkältung mit Fieber, höher als 39 °C
  • anhaltender Brechdurchfall bei mangelnder Flüssigkeitsaufnahme
  • starke Hals- oder Ohrenschmerzen
  • akute Harnwegsinfekte
  • kleinere Schnittverletzungen, bei denen ein Pflaster nicht mehr reicht
  • akute Rückenschmerzen
  • akute Bauchmerzen
  • Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinstrübung
  • schwere Atemnot
  • starke Brustschmerzen oder Herzbeschwerden
  • starke, nicht stillbare Blutungen
  • Unfälle mit Verdacht auf starke Verletzungen
  • Vergiftungen
  • starke Verbrennungen
  • Ertrinkungsunfälle
  • Stromunfälle
  • Suizidversuche aller Art
  • akute und anhaltende Krampfanfälle
  • plötzliche Geburt oder Komplikationen in der Schwangerschaft
  • akute und anhaltende stärkste Schmerzzustände

Und was macht die Notaufnahme im Krankenhaus?

Die Notaufnahme beziehungsweise Rettungsstelle am Krankenhaus ist vor allem für lebensbedrohliche Notfälle vorgesehen. Doch oftmals gehen Patienten mit ihren Beschwerden ins Krankenhaus, obwohl sie ebenso gut vom ärztlichen Bereitschaftsdienst versorgt werden könnten. Das führt vielerorts dazu, dass die Notaufnahmen stark überlastet sind.

Beispiele für Beschwerden, die in den Notaufnahmen der Krankenhäuser versorgt werden:

  • lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall (Notrufnummer 112 wählen!)
  • Verletzungen wie Schnitt- und Platzwunden, Knochenbrüche oder Verbrennungen

Bereitschaftsdienstpraxen entlasten Krankenhäuser

Derzeit werden in Deutschland immer mehr Bereitschaftsdienstpraxen eingerichtet, die sich um die leichteren Fälle kümmern und so die Notärzte der Krankenhäuser entlasten. Die Bereitschaftsdienstpraxis leitet bei Bedarf Patienten selbstverständlich in die Notaufnahme weiter.

Sie benötigen nicht sofort ärztliche Hilfe?

Sie fühlen sich zwar krank, aber es geht Ihnen nicht so schlecht, dass Sie sofort ärztliche Hilfe benötigen? In diesem Fall gehen Sie am besten am nächsten Werktag zu Ihrem Hausarzt. Er ist Ihr erster Ansprechpartner bei gesundheitlichen Problemen. Schließlich kennt er Sie und Ihre Vorerkrankungen am besten und weiß, welche Behandlung gerade am sinnvollsten für Sie ist.

Sie sind sich unsicher, ob der nächste Werktag noch ausreicht? Dann wählen Sie die 116117!

112 oder 116117: für jeden Fall die richtige Nummer

Die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, überall in Deutschland. Die 112 - hier erreicht man den Rettungsdienst, auch überall. Aber wann wählt man die eine Nummer und wann die andere? Für viele ist das nicht so einfach zu entscheiden. Deshalb hier eine kleine Hilfe.

116117 vs. 112

Wie Sie die Polizei erreichen, wissen Sie.

Wen Sie rufen, wenn´s brenzlig wird, auch.

Aber wen anrufen, wenn´s Ihnen nicht gut geht?

Zum Beispiel wegen eines anaphylaktischen Schocks, wenn starke Schwellungen auftreten.

Dann die 112.

Auch beim Verdacht auf einen Schlaganfall…

…und bei Symptomen eines Herzinfarkts…

…oder bei hohem Blutverlust.

Kurz gesagt: Wenn es lebensbedrohlich ist, dann 112.

Aber: Wenn kein Leben auf dem Spiel steht, dann hilft eine andere Nummer.

Beim grippalen Infekt: mit anhaltendem oder steigendem Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen…

…dann rufen Sie die 116117.

Quält Sie ein Magen-Darm-Virus mit Brechdurchfall: die 116117.

Macht ein Harnwegsinfekt Sie süchtig nach Blasentee: 116117.

Wenn in Ihrem Schädel Migräne brummt, Kreisel-Gefühle Sie schwindeln: 116117.

Auch beim Hexenschuss…

…oder bei Verdacht auf gerissene oder überdehnte Bänder: 116117.

Die Mittelohrentzündung schreit geradezu nach dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst; also: 116117.

Und auch die Windpocken.

Wenn alle Hausmittel nichts mehr bringen; Sie aber nicht warten können, bis Ihr Hausarzt wieder Sprechstunde hat: dann die 116117.

Also:

dringend, aber nicht lebensbedrohlich, dann der Ärztliche Bereitschaftsdienst.

116117. Die Nummer, die hilft. Bundesweit.