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Aktuelle Hinweise zum Coronavirus

So erkennen Sie, ob Sie sich mit COVID-19 angesteckt haben

Eine Infektion mit dem Coronavirus äußert sich insbesondere durch Symptome wie Husten und Fieber. Ein besonders wichtiger Hinweis auf eine Erkrankung: neu aufgetretene Kurzatmigkeit, oder wenn sich die Kurzatmigkeit deutlich verschlechtert.

Auch berichtet wurde über Halskratzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost. Die Krankheit heißt dann COVID-19. Wenn Sie keinen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde: Dann können Ihre Beschwerden auf eine Grippe oder Erkältung zurückzuführen sein. Zuerst einmal ist es also wichtig, Ruhe zu bewahren.

Die Unterschiede zwischen COVID-19, Erkältung und Grippe

So können Sie sich und andere schützen

Grundsätzlich können Sie selbst viel tun, um sich und andere zu schützen; und zwar vor dem Coronavirus ebenso wie vor anderen Atemwegserkrankungen, wie beispielsweise der Grippe. Denn: Auch Coronaviren werden in der Regel über Tröpfchen aus den Atemwegen übertragen. Gelangen diese an die Hände, kann auch eine Übertragung erfolgen, wenn Sie beispielsweise Ihr Gesicht berühren. Deshalb sind räumlicher Abstand und eine gute Händehygiene ein wichtiger Teil der Vorbeugung. 

  • Bleiben Sie nach Möglichkeit zuhause.
  • Verzichten Sie auf Treffen mit Familie, Freunden und Bekannten.
  • Halten Sie mindestens zwei Meter Abstand zu Ihren Mitmenschen. 
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife, mindestens 20 Sekunden lang.
  • Vermeiden Sie es, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch und werfen Sie dieses danach in einen Abfalleimer mit Deckel. Oder niesen und husten Sie in die Armbeuge. Wenn Sie husten oder niesen: Drehen Sie sich stets von anderen Menschen weg.

Mit der Empfehlung, soziale Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren, will die Bundesregierung erreichen, dass sich die Krankheit langsamer ausbreitet. Das wiederum soll die Praxen und Krankenhäuser davor bewahren, dass zu viele Patientinnen und Patienten gleichzeitig ihre Hilfe benötigen und irgendwann die Kapazitäten nicht mehr ausreichen, um allen auf dem hohen Versorgungsniveau helfen zu können, wie wir es in Deutschland gewöhnt sind.

Weitere Informationen finden Sie auf www.BZgA.de oder auf www.infektionsschutz.de

So stellen Sie fest, ob ein Test für Sie in Frage kommt

Ein Test auf das Coronavirus ist nur bei einem COVID-19-Verdacht angezeigt. Wer getestet wird, entscheiden die Ärzte in den Testzentren oder Praxen. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Symptome wie Fieber, Halsschmerzen oder Kurzatmigkeit allein reichen demzufolge nicht aus. 
Ein Test wird bei Krankheitszeichen insbesondere in diesen drei Fällen durchgeführt:

  • wenn Sie krank sind und in den vergangenen 14 Tagen engen Kontakt zu jemandem hatten, bei dem das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde,
  • wenn Sie Krankheitsanzeichen wie etwa Kurzatmigkeit haben und sie einer Risikogruppen angehören: Sie also eine Vorerkrankung haben beziehungsweise älter sind als 60 Jahre,
  • wenn Sie Krankheitsanzeichen haben und bei Ihrer Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommen, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben und besonders geschützt werden müssen; beispielsweise in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder der Altenpflege.

Trifft einer dieser Fälle auf Sie zu, wenden Sie sich bitte TELEFONISCH oder per E-Mail an die in Ihrer Region zuständige Stelle – oft ist es das Gesundheitsamt – oder an Ihre hausärztliche Praxis oder rufen Sie die 116117. 
Bitte beachten Sie: Wegen des Coronavirus rufen sehr viele Menschen bei der 116117 an, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

In manchen Bundesländern benötigen Sie für den Test auf das Coronavirus eine Überweisung. Diese kann Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin derzeit nach einem Telefonat ausstellen.

Auch hierfür gilt also: Bitte anrufen, nicht einfach hingehen!

Während Sie auf das Testergebnis warten, sollten Sie sich selbst vorsorglich isolieren: zuhause bleiben, dort die Räume möglichst getrennt nutzen oder zeitlich versetzt. Meiden Sie dann auch zuhause alle engen Kontakte unter zwei Metern. Außerdem: gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen nach Möglichkeit einen Mund-Nasenschutz tragen, um Ihre Mitmenschen zu schützen.

Ein Test ist laut Robert-Koch-Institut nicht sinnvoll, wenn Sie gesund sind und keine Krankheitsanzeichen haben. Nach aktuellem Kenntnisstand dauert es zwischen Ansteckung und ersten Krankheitszeichen bis zu 14 Tage. Ohne Krankheitszeichen sagt ein negativer Test nichts darüber aus, ob man nicht doch noch an COVID-19 erkranken kann. Wichtig ist es deshalb, die Testmöglichkeiten für die Menschen freizuhalten, die krank sind.

Das heißt, wenn Sie selbst keine Krankheitsanzeichen haben, aber engen Kontakt zu einem nachgewiesenen Corona-Fall hatten: Bleiben Sie zu Hause. Wichtig auch hier: falls möglich die Räume getrennt nutzen oder zeitlich versetzt, zwei Meter Mindestabstand einhalten sowie die Hust- und Nies-Etikette und eine gute Händehygiene. 

Treten später Krankheitsanzeichen auf, nehmen Sie bitte telefonisch oder per E-Mail Kontakt zu einer Ärztin oder einem Arzt auf. Dort erfahren Sie dann, was am besten zu tun ist.

So erhalten Sie bei Bedarf einen Krankenschein

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, kurz: AU-Bescheinigung oder umgangssprachlich Krankenschein oder gelben Schein, stellen Ärztinnen und Ärzte nur für Sie aus, wenn Sie krank sind. Beispielsweise wenn Sie stark husten oder Fieber haben.

Wenn Sie also keine Krankheitszeichen haben, darf kein Arzt Sie krankschreiben – auch nicht, wenn ein Test positiv ergeben hat, dass Sie das Coronavirus in sich tragen. Für eine Bescheinigung für Ihren Arbeitgeber: Wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt.

Es wird dann prüfen, ob es eine Quarantäne anordnet. Falls ja: erhalten Sie dort auch die Bescheinigung für Ihren Arbeitgeber. Sie erhalten Ihr Gehalt dann genauso wie bei einer Krankschreibung. Die Quarantäne ordnet das Gesundheitsamt an, um andere Personen vor einer Ansteckung zu schützen.

Auch in den folgenden Situationen darf Ihr Arzt keine AU-Bescheinigung ausstellen, sofern Sie nicht krank sind:

  • wenn Sie Ihre Kinder zu Hause betreuen, weil die Kitas und Schulen geschlossen sind oder
  • wenn Ihr Arbeitgeber Sie vorsorglich nach Hause geschickt hat.

Generell gilt: Wenn Sie krank sind, melden Sie sich bitte zunächst telefonisch in der Praxis an. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihnen derzeit ausnahmsweise auch nach einem Telefongespräch den Krankenschein zusenden, und zwar per Post. Voraussetzung ist eine leichte Infektion der Atemwege, gegebenenfalls mit Verdacht auf COVID-19.

Das gleiche gilt auch, wenn Ihr Kind krank ist. So ersparen Sie sich den Weg in die Praxis – und schützen sich und andere.

Die AU-Bescheinigung ist für bis zu 14 Tage möglich. Das funktioniert derzeit auch dann, wenn Sie noch nie in der Praxis waren. Halten Sie dann für Ihren Anruf bitte Ihre elektronische Gesundheitskarte bereit. 

Wenn es Ihnen oder Ihrem Kind, während Sie krankgeschrieben sind, schlechter geht, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren Arzt..

Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob die telefonische Krankschreibung für Sie in Frage kommt oder ob gegebenenfalls doch ein Praxisbesuch nötig ist. Dies kann der Fall sein, wenn der Arzt Sie beispielsweise untersuchen muss.

Darauf sollten Sie beim Praxisbesuch achten

Ganz wichtig: Wenn Sie in Sorge sind, dass Sie sich mit dem Virus infiziert haben könnten, rufen Sie immer zuerst Ihre Arztpraxis an oder senden Sie eine E-Mail! So ersparen Sie sich auch unnötige Wege.

Geben Sie der Praxis am Telefon oder in Ihrer E-Mail alle erforderlichen Informationen, etwa zu ihren Krankheitszeichen und zu einem Kontakt mit einer positiv getesteten Person oder zu einem Aufenthalt in einer Region mit vielen Fällen mit dem Coronavirus. Die Praxis kann Ihnen dann auch mitteilen, an wen Sie sich am besten wenden, beispielsweise um sich testen zu lassen. 

Wenn Sie dann einen Termin erhalten haben, meiden Sie auf dem Weg dorthin möglichst den Kontakt zu anderen Personen. Gehen Sie bitte auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung zu einem Arzt oder in eine Bereitschaftspraxis! So schützen Sie sich und andere.

Und noch eine Bitte: Nehmen Sie in der Praxis Rücksicht: Beachten Sie die Anweisungen des Praxispersonals sowie die Hinweisschilder – etwa auf getrennte Eingänge oder Wartezimmer für Menschen mit Verdacht auf das Coronavirus.

Antworten auf häufige Fragen zum Coronavirus

Das Video der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fasst die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zusammen. Neben den typischen Krankheitszeichen, der Inkubationszeit und den Schutzmöglichkeiten werden unter anderem auch Hinweise dazu gegeben, wo sich Reisende während oder nach einem Aufenthalt im Risikogebiet informieren können.

Die FAQs als Text stehen unterhalb des Videos.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)

Durch die Einschränkung sozialer Kontakte soll die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland verlangsamt werden. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen vermindert das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2.

Das Virus wird vor allem durch direkten Kontakt zwischen Menschen (z. B. im Gespräch) durch kleine Tröpfchen übertragen. Eine Übertragung kann auch schon bis zu zwei Tage vor dem Auftreten von Krankheitszeichen stattfinden, oder bei einem sehr milden Verlauf der Erkrankung. 

Eine rasche Ausbreitung des Virus würde insbesondere eine Gefährdung für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen bedeuten. Menschen, die zu diesen Risikogruppen gehören, erkranken häufiger schwer und eine stationäre oder sogar intensivmedizinische Behandlung kann dann erforderlich sein.

Zudem besteht die Gefahr eines Engpasses im Gesundheitswesen (z. B. Zahl der Krankenhausbetten, medizinisches und pflegerisches Personal), wenn viele Menschen gleichzeitig erkranken. Dies kann dann möglicherweise dazu führen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, um alle Patienten zu versorgen. Auch Menschen mit anderen Erkrankungen können dann möglicherweise nicht mehr im Krankenhaus behandelt werden.

Das Minimieren der Kontakte kann beispielsweise über die Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen oder durch das Arbeiten im Homeoffice bewirkt werden.

Bürgerinnen und Bürger können dazu beitragen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, indem sie folgende Empfehlungen berücksichtigen:

  • Bleiben Sie bei Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege zu Hause. 
  • Informieren Sie sich auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen zum neuartigen Coronavirus anbieten. Dies sind beispielsweise die Seiten des Bundesgesundheitsministeriums und der Landesgesundheitsministerien, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Robert Koch-Instituts. Falls erforderlich, informiert auch das zuständige lokale Gesundheitsamt über die entsprechende Situation.
  • Verbreiten Sie keine zweifelhaften Social-Media-Informationen. Weitere Hinweise hierzu finden Sie auf der Seite der BZgA.
  • Befolgen Sie die Vorgaben und Empfehlungen der zuständigen Behörden.
  • Beachten Sie, dass der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet ist.
  • Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand von anderen Menschen.
  • Praktizieren Sie eine gute Händehygiene und halten Sie sich an die Husten- und Niesregeln.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln.
  • Fassen Sie sich möglichst wenig ins Gesicht, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen.
  • Vermeiden Sie die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Arbeiten Sie, wenn möglich, von zu Hause.
  • Organisieren bzw. besuchen Sie keine privaten Treffen, ob bei sich oder bei anderen zu Hause (z. B. Geburtstagsfeiern, Spielverabredungen für Kinder, oder Filmabende). Diese Freizeitbeschäftigungen können aktuell nur mit den im Haushalt lebenden Personen durchgeführt werden. Nur so kann das Ziel, die Ansteckungen einzudämmen, auch gelingen.

Bitte informieren Sie sich auch zu möglichen regionalen bzw. lokalen Maßnahmen, die zu beachten sind.

Ein Merkblatt mit Verhaltensregel und -empfehlungen finden Sie auf infektionsschutz.de.

Optionen für Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in Gebieten, in denen vermehrt Fälle bekannt wurden finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts.

 

 

 

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene sowie Abstandhalten zu Erkrankten (mindestens 1,5 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Auch auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden. Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome, d. h. Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege haben, zu Hause bleiben. Erkrankte sollten die ungehinderte Freisetzung von Tröpfchen z. B. beim Husten oder Niesen möglichst unterbinden, d.h. die Husten- und Niesregeln beachten oder einen Mund-Nasen-Schutz bzw. eine alternative Barriere vor Mund und Nase (z. B. aus Stoff) tragen (siehe auch Frage: Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten respiratorischen Infektionen sinnvoll?). Dabei ist unbedingt zu beachten, dass eine gute Händehygiene und das Abstandhalten nicht vernachlässigt werden.

Menschen, die wegen ihres Alters oder bestimmter Vorerkrankungen stärker gefährdet sind, schwer zu erkranken, sollten die empfohlenen Verhaltensregeln und -empfehlungen konsequent einhalten, um sich zu schützen. Dazu gehören die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung und das Abstandhalten. Konkret bedeutet das, möglichst zu Hause zu bleiben, Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und mindestens 1,5 Meter Abstand zu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts zu halten. Am besten sollten andere gebeten werden, die Einkäufe zu erledigen.

Wichtig ist auch, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen.

Außerdem wird empfohlen, sich gut über das Krankheitsbild zu informieren, um Anzeichen für eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Bei Krankheitszeichen sollte telefonisch ärztlicher Rat eingeholt werden.  

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Nein. Die Impfung gegen Grippe (Influenza) kann nur vor einer Erkrankung an Influenza-Viren schützen.

Bei dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 handelt es sich um ein Virus aus einer anderen Virenfamilie, das die Erkrankung COVID-19 hervorrufen kann. Die Impfung gegen Grippe bietet daher keinen Schutz vor COVID-19. Die Grippeimpfung senkt jedoch das Risiko, gleichzeitig sowohl an Influenza als auch an COVID-19 zu erkranken. 

Ja, das wird sogar empfohlen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 durch Schutzimpfungen beeinflusst wird. Ein umfassender Impfschutz ist sogar sinnvoll, um vor Infektionen zu schützen, die in der Pandemiezeit zusätzlich gefährlich sein können. Die Abläufe in den Arztpraxen werden dabei so organisiert, dass es nicht zu Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus kommt.

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern von Atemwegsinfektionen sind das Einhalten der Husten-  und Niesregeln, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) von krankheitsverdächtigen Personen. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten.

Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen zu verringern (Schutz der Mitmenschen). Denn durch einen Mund-Nasen-Schutz oder gegebenenfalls eine alternative Barriere vor Mund und Nase (z. B. aus Stoff) kann eine größtmögliche Zurückhaltung von Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, erreicht werden.

Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt. Dieser muss eng anliegend getragen werden und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Während des Tragens sollte er nicht (auch nicht unbewusst) verschoben werden. Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachkraft beraten, ob diese Maßnahme in Ihrem konkreten Fall empfehlenswert ist, welche Maske für Sie geeignet ist und wie man die Maske richtig anlegt bzw. wechselt.

Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden. Auf keinen Fall sollte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder eine andere Form der Barriere dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder die Händehygiene nicht mehr umgesetzt wird.

Für das berufliche Umfeld wird unter anderem empfohlen: 

  • Wenn möglich sollte – in Abstimmung mit dem Arbeitgeber – von zu Hause aus gearbeitet werden.
  • Absprachen sollten möglichst per E-Mail oder Telefon getroffen werden. Für den Austausch in der Gruppe sollten nach Möglichkeit Telefonkonferenzen genutzt werden. 
  • Zwingend erforderliche Treffen sollten möglichst kurz und in kleiner Runde in einem gut belüfteten Raum abgehalten werden.
  • Zu anderen Menschen sollte ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden, auf Berührungen wie Händeschütteln sollte verzichtet werden.
  • Der Weg zur Arbeit sollte wenn möglich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern per Fahrrad, zu Fuß oder mit dem eigenen Auto zurückgelegt werden.

Hygienetipps und Verhaltensregeln für den Alltag finden Sie auch in diesem Merkblatt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum Herunterladen.

Die BZgA ist nicht für rechtliche Fragen zum Arbeitsschutz zuständig. Informationen dazu bieten die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie der Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) auf dieser Website.

Antworten auf häufig gestellte Frage rund um das Thema Arbeitsschutz und SARS-CoV-2 sind hier zu finden.

Im Arbeitsschutzgesetz ist festgelegt, dass die Arbeit so zu gestalten ist, dass eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird.

Vielleicht sprechen Sie Ihren Arbeitgeber bzw. Ihre Arbeitgeberin oder Ihren Betriebsrat auf die gesetzlichen Verpflichtungen zum Gesundheitsschutz an und suchen gemeinsam nach einer Lösung.

Nach gründlichem Waschen der Hände für mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife können in öffentlichen Toiletten elektrische Händetrockner verwendet werden. Sie helfen jedoch nicht, das Virus abzutöten.

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn Virus-haltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. Welche Rolle die Schmierinfektion spielt, ist nicht bekannt. Bisher wurden häufig Infektionsketten identifiziert, die am besten durch eine direkte Übertragung, z. B. durch Tröpfchen, erklärbar waren.
Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben Betroffener gefunden. Ob das neuartige Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. (Siehe auch die Fragen „Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen“ und „Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegsinfektionen sinnvoll?“).

Coronaviren, die Atemwegserkrankungen verursachen können, werden in der Regel über Sekrete des Atmungstrakts übertragen. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, könnte auch auf diese Weise eine Übertragung stattfinden. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Vorbeugung.

Generell gilt: Die Übertragungsmöglichkeiten über Oberflächen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema finden unter experimentellen Bedingungen
statt und können nicht das realistische Übertragungsrisiko im Alltag widerspiegeln.

Fragen zu Übertragungsrisiken durch Lebensmittel und Gegenstände beantwortet das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für das Thema Arbeitsschutz ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verantwortlich.

Es gibt bisher keinen Hinweis darauf, dass Haustiere wie Hunde und Katzen das Virus auf Menschen übertragen können. Gesunde Personen müssen ihren Kontakt zu Haustieren also nicht einschränken. Bei Kontakt mit Tieren sollten aber die allgemeinen Hygieneregeln beachtet werden,  wie die Hände gründlich mit Seife zu waschen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat Antworten auf häufige Fragen rund um Haus- und Nutztiere zusammengestellt.  Das FLI ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit und befasst sich unter anderem mit dem Schutz vor Infektionen, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden (Zoonosen).  

Das neuartige Coronavirus wird vor allem bei direktem Kontakt durch Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel im Gespräch oder wenn eine infizierte Person hustet oder niest. Dabei können virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege anderer Personen gelangen.

Deshalb sollte man mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen halten. 

Für eine Übertragung über eine weitere Entfernung über die Luft (durch Aerosole) – wie beispielsweise bei den Windpocken – gibt es keine Hinweise.

Für eine Übertragung durch Stechmücken gibt es keine Hinweise. Das neuartige Coronavirus infiziert die Atemwege und verbreitet sich vor allem über Tröpfcheninfektion. Dabei gelangen feinste virushaltige Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen versprüht werden, in die Atemwege anderer. Eine Ansteckung ist auch über Erreger an den Händen möglich, wenn man damit ins Gesicht fasst.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung 1 bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Als häufigste Krankheitszeichen werden Husten und Fieber berichtet. Es sind aber auch eine Reihe weiterer Krankheitszeichen wie Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen möglich. Die Krankheitsverläufe sind jedoch unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen. Eine Infektion kann ohne Krankheitszeichen ablaufen, es sind aber auch Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen mit Lungenversagen und Tod möglich. Am häufigsten (vermutlich mehr als 80 Prozent) sind jedoch milde Krankheitsverläufe.

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren) 
  • Raucher

Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:

  • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
  • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Weitere Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf finden Sie unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html
Hinweise zur Prävention und zum Management von Erkrankungen in Alten- und Altenpflegeheimen finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Altenpflegeheime.html. Material für Pflegeeinrichtungen zum Coronavirus finden Sie auf infektionsschutz.de.

Die Frage kann im Moment noch nicht sicher beantwortet werden. Bei anderen Virusinfektionen entsteht aber nach der Heilung eine Immunität, die einige Jahre anhält und somit vor einer erneuten Erkrankung schützt. Es spricht im Moment alles dafür, dass das auch beim Coronavirus der Fall ist.

Die Frage kann im Moment noch nicht sicher beantwortet werden.  

Bei Personen, die eine Infektion mit dem „ersten“ Coronavirus (Sars-CoV) überstanden haben, waren etwa zwei Jahre lang erhöhte Mengen an Antikörpern gegen das Virus nachweisbar. Danach begann die Zahl der Antikörper nachzulassen. Ob das bedeutet, dass auch die Immunität schwächer wird, ist aber unklar.

Schwangere scheinen der WHO zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Basierend auf den bisher vorliegenden Untersuchungen und Berichten aus China zu Immunreaktionen bei Neugeborenen kann eine Übertragung im Mutterleib nicht ausgeschlossen werden.

In den meisten Fällen zeigen die Kinder von auf das Corona-Virus positiv getesteten Müttern nach der Geburt keine Krankheitszeichen. Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion im Mutterleib sind. Eine Übertragung auf das Neugeborene ist über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Bisher gibt es keine Nachweise des neuartigen Coronavirus in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat Hinweise und FAQ für Schwangere und Säuglinge erarbeitet.

Es ist derzeit noch unklar, ob Kinder weniger an COVID-19 erkranken als Erwachsene. Der Krankheitsverlauf scheint bei Kindern jedoch häufig geringer ausgeprägt zu sein als bei Erwachsenen. Jedoch können auch, insbesondere bei jüngeren Kindern, schwere Verläufe vorkommen.

Welche Rolle Kinder und Jugendliche an der Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung spielen, lässt sich nicht sagen, da hierzu keine Daten vorliegen. Zu Beginn der Pandemie in China wurden vor allem Übertragungen unter Erwachsenen nachgewiesen, später kam es auch zu Infektionen bei Kindern. Da Kinder und Jugendliche häufig engen Kontakt untereinander haben und zudem die Erkrankung bei ihnen häufiger ohne Krankheitszeichen verläuft, erscheint es plausibel, dass Übertragungen stattfinden.

Insbesondere in einem fortgeschrittenen Stadium der Pandemie, bei dem viele -auch unerkannte- Ansteckungen stattfinden, scheint die Übertragung durch Kinder und Jugendliche eine Rolle zu spielen.

Kinder und Jugendliche sollten ebenso wie Erwachsene darauf achten, zu anderen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten. Auch für Kinder und Jugendliche gilt, dass sich nicht mehr als zwei Personen treffen sollen. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung ist im Freien geringer als in geschlossenen Räumen. Trotzdem sollten Kinder und Jugendliche, die keinen Abstand zu anderen halten können oder wollen, zu Hause bleiben. Kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben und bei Bedarf ärztlich behandelt werden (siehe auch “Warum ist es wichtig, Abstand zu halten, bzw. soziale Kontakte zu beschränken?“).

Für alle Eltern und Kinder gibt die BZgA Tipps für den Familienalltag während der Coronavirus-Pandemie unter www.kindergesundheit-info.de und www.uebergewicht-vorbeugen.de.

Eine Laboruntersuchung sollte nur durchgeführt werden, wenn Krankheitszeichen vorliegen, um deren Ursache abzuklären. Bei einer gesunden Person sagt ein negatives Testergebnis auf das neuartige Coronavirus nichts darüber aus, ob diese Person doch noch krank werden kann. Zudem werden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet.

Wer Krankheitsanzeichen verspürt, die auf eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus hindeuten können, sollte sich an eine Arztpraxis wenden. Auf keinen Fall sollte die Arztpraxis jedoch ohne Ankündigung aufgesucht werden! Um andere Personen vor einer Ansteckung zu schützen, ist es sehr wichtig, vorher telefonisch Kontakt aufzunehmen oder eine E-Mail zu schreiben. Die Arztpraxis informiert dann über das weitere Vorgehen. Außerhalb der Praxisöffnungszeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 zu erreichen, in Notfällen sollte die 112 kontaktiert werden.

Darüber informieren die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Die Ärztin oder der Arzt entscheiden, ob ein Test durchgeführt werden sollte und wenn ja, wo. Auch informieren sie über die nötigen weiteren Schritte.

Falls man Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte, sollte man sich direkt an das Gesundheitsamt wenden, das darüber Auskunft gibt, was nun zu tun ist. Das zuständige Gesundheitsamt kann hier ermittelt werden.

Wenn Sie nur leichte Krankheitszeichen haben, sollten Sie sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben und alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden. Außerdem sollten Sie eine gute Händehygiene und die Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollten Sie zunächst nochmals versuchen, die bundesweite Rufnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z. B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Dies entscheiden die behandelnden Ärztinnen bzw. Ärzte oder die Klinik. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. 

Ja, wenn: 

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z. B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d. h. zu Hause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Eine spezifische, d. h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung.

In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall,

  • wenn man innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt zu einem laborbestätigten COVID-19-Patienten hatte. Ein enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat, bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist
  • wenn das Gesundheitsamt dies anordnet

Wenn man beispielsweise in den letzten 14 Tagen nur im gleichen Raum mit einem COVID-19 Erkrankten war und keinen engen Kontakt hatte, wird keine Quarantäne angeordnet, da dann ein geringeres Ansteckungsrisiko besteht.

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten Coronavirus-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss ebenfalls nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson und hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19 Erkrankung. Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet, z. B. im Krankenhaus oder in der Altenpflege, sollte aber in jedem Fall seinen Arbeitgeber informieren. Und für alle gilt: Führen Sie eine tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen durch. Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten, lesen Sie bitte die Frage „Sollte bei einer Atemwegserkrankung ärztlicher Rat eingeholt und nach einem Test gefragt werden, auch wenn die Krankheitszeichen nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, zu beobachten, wenn geboten, auch in häuslicher Quarantäne.

Das Robert Koch-Institut gibt Empfehlungen zum Management von Kontaktpersonen, die durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden können.

Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand zu anderen Personen zu halten, auf eine regelmäßige Händehygiene sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände wie beispielsweise Geschirr und Wäsche nicht mit anderen zu teilen, ohne diese Gegenstände zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werden. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich wie üblich gewaschen werden. Das Einhalten der Husten- und Niesregeln, die Benutzung von Einwegtaschentüchern beim Naseputzen und regelmäßige Händehygiene sind wichtig, damit die Viren im Falle einer tatsächlichen Ansteckung nicht unnötig in der Umgebung verteilt werden. Oberflächen, mit denen die betroffene Person in Berührung kommt, wie beispielsweise Tische oder Türklinken, sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Angehörige können hilfsbedürftige Kontaktperson im Alltag zum Bespiel durch Einkäufe unterstützen. Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Körperkontakt sollten sie vermeiden.

Dies entscheidet das zuständige Gesundheitsamt.

Bei Menschen, die wegen eines Verdachts auf eine Ansteckung in Quarantäne sind, wird diese in der Regel nach 14 Tagen wieder aufgehoben, wenn sie keine Krankheitsanzeichen zeigen. 

Bei Personen, die wegen einer COVID-19-Erkrankung in häuslicher Isolierung sind, wird in der Regel frühestens 14 Tage nach Krankheitsbeginn die Quarantäne aufgehoben, wenn sie seit mindestens 48 Stunden keine Krankheitsanzeichen mehr haben. Die Entscheidung, ob eine Person genesen und nicht mehr ansteckend ist, trifft die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt. 

Ja. Die Behörden haben zu der Frage, ob nach einer überstandenen Infektion andere Vorschriften gelten, bislang noch keine Regelungen getroffen.

Die genannten 14 Tage Quarantäne sind eine Mindestdauer.  

Die Entscheidung, ob eine Person genesen und nicht mehr ansteckend ist, trifft die behandelnde Ärztin / der behandelnde Arzt bzw. das zuständige Gesundheitsamt.

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu internationalen Risikogebieten finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen und www.rki.de/covid-19-risikogebiete. Die Anzahl der Fälle in Deutschland – nach Bundesländern und Landkreisen aufgeschlüsselt – stellt das Robert Koch-Institut grafisch in einem sogenannten COVID-19-Dashboard dar.

Die aktuelle Einschätzung des Robert Koch-Instituts zur Lage in Deutschland finden Sie unter www.rki.de/covid-19-risikobewertung.

Es ist offen, wie viele Menschen sich insgesamt in Deutschland mit dem Coronavirus infizieren werden. Schätzungen gehen von bis zu 70 % der Bevölkerung aus, es ist allerdings unklar, über welchen Zeitraum dies geschehen wird. Die Auswirkungen für Deutschland lassen sich nicht vorhersagen. Nach derzeitigen Erkenntnissen verläuft nur ein kleiner Teil der Erkrankungen schwer (siehe auch Frage „Welche Personengruppen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf der Erkrankung betroffen?“). Dennoch: Wenn sich die Erkrankung ungebremst ausbreitet, könnte dies zu einer erheblichen Krankheitslast in Deutschland führen.

Die Bundesregierung warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen innerhalb und außerhalb Deutschlands.

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen Amt gegeben. Dieses hat eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch-Institut geben hier keine Empfehlungen und bieten keine reisemedizinische Beratung an.

Reiserückkehrenden empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit in dem Merkblatt für Reisende unnötige Kontakte zu vermeiden, 14 Tage zu Hause zu bleiben, auf Handhygiene zu achten und das Berühren des Gesichts zu vermeiden.

Bei unaufschiebbaren Reisen sind die Informationen für Reisende zu beachten.

Offiziell bestätigte COVID-19-Fälle in Deutschland und weltweit, Fragen und Antworten sowie aktuelle Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 finden Sie beim Robert Koch-Institut.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für die Bevölkerung bereit.

Das Auswärtige Amt hat Informationen für Reisende zusammengestellt, das RKI veröffentlicht Reisehinweise in verschiedenen Sprachen als Handzettel und Poster.

Beim BMI finden Sie Fragen und Antworten zu Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen.

Informationen zu den wirtschaftliche Auswirkungen des Coronavirus stellt das BMWi bereit.

Über arbeitsrechtliche Auswirkungen klärt das BMAS auf.

Zu Auswirkungen auf die Lebensmittelversorgung sowie Haustiere und Landwirtschaft informiert das BMEL.

Hinweise und ein FAQ zum Coronavirus für Schwangere und Säuglinge stellt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zur Verfügung.

Informationen zum Corona-Virus in Leichter Sprache.

Hotlines zum Coronavirus

Hier finden Sie eine Auswahl von Hotlines, die bundesweit zum Thema Coronavirus informieren.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): 030 346 465 100

Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung: Behördennummer 115 www.115.de

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 340 60 66-07 info.deaf@bmg.bund.de und info.gehoerlos@bmg.bund.de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg/

 

Quelle: Bundesgesundheitsministerium

Quelle: BZgA, Stand: 06.04.2020