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Coronavirus-Impfung

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Impfung gegen das Coronavirus.

Wegweiser mit Spritzen

Wo wird geimpft?

Für eine Impfung gegen COVID-19 wenden Sie sich an Ihre Haus- oder Facharztpraxis. Arztpraxis finden 

Auch in privatärztlichen Praxen sowie bei Betriebsärztinnen und -ärzten wird geimpft.

Wo sich in Ihrer Nähe weitere Einrichtungen oder mobile Impfangebote befinden und wie Sie Termine vereinbaren können, erfahren Sie auf den Internetseiten der Bundesländer. Übersicht der regionalen Informationen

Personenkreise die mit 1, 2 und 3 nummeriert sind

Auffrischimpfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 12 Jahren eine COVID­-19­-Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff. 

Bei 12- bis 17-Jährigen soll die Auffrischimpfung laut STIKO in einem Zeitfenster von drei bis sechs Monaten nach der abgeschlossenen Grundimmunisierung erfolgen: Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sollen möglichst frühzeitig ihre Auffrischimpfung bekommen. Für 12- bis 17-Jährige ohne Vorerkrankungen wird ein eher längerer Abstand von bis zu 6 Monaten empfohlen.

Bei Personen ab 18 Jahren soll die Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff frühestens drei Monate nach der letzten Impfdosis der Grundimmunisierung erfolgen.

Ausnahme: Dies gilt für alle Personengruppen mit Ausnahme von schwer immundefizienten Personen (z.B. bei Patientinnen und Patienten nach Organtransplantation und Krebspatienten unter immunsuppressiver, antineoplastischer Therapie). Diesen Personen kann bereits vier Wochen nach der Grundimmunisierung eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden.

Personen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht und danach eine Impfstoffdosis erhalten haben, sollen frühestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung eine Auffrischimpfung erhalten.

Personen, die nach einer COVID-19-Impfung (unabhängig von der Anzahl der Impfstoffdosen) eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen im Abstand von mindestens drei Monaten nach Infektion ebenfalls eine Auffrischimpfung erhalten.

Die STIKO empfiehlt nach abgeschlossener COVID-19-Grundimmunisierung und erfolgter erster Auffrischimpfung eine zweite Auffrischimpfung für die folgenden Personengruppen:

Frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung:

  • Personen ab 70 Jahren
  • Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege sowie für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Personen mit Immundefizienz ab dem Alter von fünf Jahren

Frühestens sechs Monate nach der ersten Auffrischimpfung (in begründeten Fällen auch bereits nach frühestens drei Monaten):

  • Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere solche mit direktem Kontakt mit den Patienten bzw. Bewohnern

 

 

Fakten zur Covid-19-Impfung

Was nutzt die Impfung überhaupt, wenn Menschen trotz vollständiger Impfung an COVID-19 erkranken? Und müssen wir uns nun alle drei Monate impfen lassen? Nachgefragt bei STIKO-Chef Prof. Dr. Mertens.

Prof. Dr. Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO)

Wie sinnvoll ist die Impfung, wenn man trotzdem erkranken oder andere anstecken kann?

Also, unsere Möglichkeit gegen dieses Corona-Virus zu impfen, ist die entscheidende Voraussetzung für das Überwinden unserer derzeit noch bestehenden pandemischen Situation.

Das ist eigentlich von allen Wissenschaftlern so bestätigt worden und das ist auch ganz sicher so. Und es geht immer um zwei Dinge: Es geht zum einen um den Schutz des Individuums, also des Einzelnen, vor allen Dingen der Menschen, die, wenn sie sich infizieren, ein großes Risiko haben, schwer zu erkranken und auch dann intensivpflichtig zu werden und im ungünstigsten Falle auch zu versterben.

Und es geht natürlich auch um die sogenannte Grund-Immunität in der Bevölkerung. Das heißt, wir können aus dem pandemischen Zustand erst in einen sogenannten endemischen Zustand übergehen, wenn ein sehr großer Teil der Bevölkerung Kontakt mit dem Erreger hatte bzw. geimpft worden ist.

Aber auch hier ist die Situation etwas komplizierter. Denn man müsste sie an der Stelle noch erklären, weil es so ist, dass auch eine Infektion mit der jetzigen Omikron-Variante, die derzeit kursiert, nicht sicher genug vor einer Infektion, zum Beispiel mit dem zuvor präsenten Delta-Virus, schützt. Insofern brauchen wir auf jeden Fall auch im Augenblick die Impfung.

Was wissen wir aktuell über Impfdurchbrüche?

Wenn wir von Impfdurchbrüchen sprechen, müssen wir zwischen zwei Dingen unterscheiden: Das eine ist die Tatsache, dass sich Menschen, auch wenn sie geimpft sind und auch wenn sie einmal geboostert sind, infizieren können. Das ist ganz klar der Fall.

Und gerade jetzt auch mit der derzeitigen Omikron-Variante, weil die Schutzwirkung der Impfung gegenüber einer Infektion durch die Omikron-Variante schwächer ist als die Schutzwirkung gegenüber einer Infektion mit der Delta-Virus-Variante. Also es geht hier um die Frage der Infektion.

Das zweite, was wir bedenken müssen, ist, wie gut schützt die Impfung vor einer schweren Erkrankung, einer Hospitalisierung und Tod. Da muss man sagen, die Impfung, auch die jetzt verfügbare Impfung, schützt sehr gut vor dem Fall einer schweren Erkrankung, der Notwendigkeit einer Hospitalisierung, einer intensiv-medizinischen Behandlung und auch vor Tod. Dazu sind die Zahlen international und auch die deutschen Zahlen ganz eindeutig.

Kann eine Omikron-Infektion eine COVID-19-Impfung ersetzen?

Nein, das ist, wie ich eingangs erwähnt habe, keine gute Lösung, weil wir wissen, dass diese durchgemachte Omikron-Infektion nicht sicher genug vor anderen Varianten, die noch da sind, muss man sagen, die nur jetzt im Augenblick nicht in Erscheinung treten, schützt.

Ideal ist es, wenn man geimpft ist und auch eine Omikron-Infektion ohne Erkrankung durchgemacht hat. Das ist ein sehr guter Zustand, der sich dann ergibt. Aber ohne Impfung geht es im Augenblick nicht. Und bei der Gelegenheit muss man auch gleich sagen, dass es nicht sinnvoll ist, derzeit auf einen Omikron-adaptierten Impfstoff zu warten.

Aus zwei Gründen: Erstens ist die tatsächliche Verfügbarkeit dieses Impfstoffes noch nicht wirklich abzusehen. Die Studiendaten sind jetzt mittlerweile für Mai angekündigt. Aber wir wissen, dass auch die Gespräche zwischen dem Hersteller und den Zulassungsbehörden noch im Gange sind und noch nicht ganz klar ist, welche Voraussetzungen für die Zulassung gefordert werden.

Das heißt, bis dieser Impfstoff, der Omikron-angepasste Impfstoff, zur Verfügung steht, werden meiner Einschätzung nach noch einige Monate vergehen. Die andere Aussage, die man noch dazu treffen kann, ist, dass es eben nicht sicher ist, dass auch ein Omikron-angepasster Impfstoff ausreichend gut vor anderen Varianten, die im Herbst wieder auftreten könnten, zum Beispiel die Delta-Variante, die nicht weg ist, muss man klar sagen, sondern die einfach nur derzeit nicht in Erscheinung tritt, insofern ist es nicht sinnvoll, jetzt die Impfung zu verschieben, weil man denkt, ich warte jetzt, bis es einen Omikron-angepassten Impfstoff gibt.

Müssen wir uns nun alle drei Monate impfen lassen?

Ich bin überzeugt davon, dass es auf Dauer nicht nötig sein wird, die ganze Bevölkerung in kurzen Zeitabständen von mehreren Monaten zu impfen. So kann man sich die Zukunft nicht vorstellen.

Was ich glaube, ist, dass wir in den kommenden Jahren immer mal wieder Menschen impfen müssen, die ein besonderes Risiko für schwere Erkrankung haben und dass man aber nicht versuchen soll, die ganze Bevölkerung zu impfen, um Infektionen zu vermeiden.

Es geht hier dann darum, Erkrankungen zu vermeiden und nicht Infektionen zu vermeiden. Und das wird man auf dem Wege der gezielten Impfung von Risikogruppen erreichen können.

Ist die Impfung mit dem Übergang zur Endemie noch notwendig?

Vielen Menschen ist nicht klar, was der Unterschied zwischen einer pandemischen und einer endemischen Situation bei einer Virusinfektion ist. Eine pandemische Situation ist dadurch gekennzeichnet, dass ein neuer Erreger auf eine Bevölkerung trifft, die überhaupt keine Erfahrung mit diesem Erreger hat.

Das definiert aus wissenschaftlicher Sicht eine Pandemie. In dem Augenblick, wo der größte Teil der Bevölkerung eine Erfahrung mit diesem Erreger gemacht hat, sei es über Infektion oder über Impfung, dann geht diese Pandemie zu Ende, von der Definition her und wir erreichen eine endemische Situation.

Endemisch bedeutet, der Erreger bleibt weiter in der Bevölkerung bestehen und es kommt auch gelegentlich zu Ausbrüchen. Aber es gibt eben eine Grund-Immunität in der Bevölkerung, die dafür sorgt, dass diese Ausbrüche kein enormes Maß annehmen können.

Und in dieser Situation, der endemischen Situation, bleibt es wichtig, Menschen gegebenenfalls durch erneute Impfung zu schützen, die ohne einen solchen Impfschutz ein hohes Risiko hätten, bei einer Infektion, die in der Endemie möglich ist, auch schwer zu erkranken.

Klemmbrett mit Papier. Darauf Text und ein Haken

Impfnachweis

14 Tage nach Vollendung der Impfserie ist der vollständige Impfschutz erreicht. Belegen lässt sich das mit dem gelben Impfpass.

Digitaler Impfnachweis

Ergänzend gibt es einen digitalen Impfnachweis für das Smartphone – mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App.

Der digitale Impfnachweis kann in Arztpraxen, Impfzentren, Apotheken sowie von Betriebsärztinnen und –ärzten ausgestellt werden.  

Weitere Infos zum digitalen Impfnachweis
 

Zwei Personen mit medizinischer Qualifikation. Erkennbar durch Stethoskop und Kittel

Nebenwirkungen und Verträglichkeit melden

Vermuten Sie eine Nebenwirkung der Corona-Schutzimpfung, können Sie sie hier melden: 

M​​​​​it der Smartphone-App SafeVac 2.0 können Geimpfte digital Auskunft darüber geben, wie sie die Impfung vertragen haben. Weitere Informationen
 

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