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Aktuelle Hinweise zum Coronavirus

So erkennen Sie, ob Sie sich mit COVID-19 angesteckt haben

Eine Infektion mit dem Coronavirus äußert sich insbesondere durch Symptome wie Husten und Fieber. Ein besonders wichtiger Hinweis auf eine Erkrankung: neu aufgetretene Kurzatmigkeit, oder wenn sich die Kurzatmigkeit deutlich verschlechtert.

Auch berichtet wurde über den Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn sowie über Halskratzen, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall und Schüttelfrost. Die Krankheit heißt dann COVID-19. Wenn Sie keinen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde: Dann können Ihre Beschwerden auf eine Grippe oder Erkältung zurückzuführen sein. Zuerst einmal ist es also wichtig, Ruhe zu bewahren.

Die Unterschiede zwischen COVID-19, Erkältung, Grippe und Heuschnupfen
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Linktipp:
Für eine medizinisch fundierte Ersteinschätzung: COVID-Guide zur Corona-Verdachtsfallprüfung

Infektionen eindämmen mit der Corona-Warn-App

Seit dem 16. Juni gibt es in Deutschland die Corona-Warn-App. Sie informiert Nutzerinnen und Nutzer, wenn sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten. So sollen Infektionsketten des Coronavirus möglichst früh erkannt und unterbrochen werden. Der Erfolg der App ist davon abhängig, dass möglichst viele sie nutzen. Erhältlich ist sie kostenfrei im AppStore und bei GooglePlay.
 

So können Sie sich und andere schützen

Grundsätzlich können Sie selbst viel tun, um sich und andere zu schützen; und zwar vor dem Coronavirus ebenso wie vor anderen Atemwegserkrankungen. Denn: Auch das Coronavirus wird in der Regel über Tröpfchen aus den Atemwegen übertragen. Gelangen diese an die Hände, kann auch eine Übertragung erfolgen, wenn Sie beispielsweise Ihr Gesicht berühren. Deshalb sind räumlicher Abstand und eine gute Händehygiene ein wichtiger Teil der Vorbeugung; auch das sichere Handhaben ihrer Mund-Nase-Bedeckung.

  • Bleiben Sie nach Möglichkeit zuhause.
  • Verzichten Sie auf Treffen mit Familie, Freunden und Bekannten.
  • Halten Sie auch mit Maske mindestens zwei Meter Abstand zu Ihren Mitmenschen. 
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife, mindestens 30 Sekunden lang.
  • Vermeiden Sie es, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen.
  • Fassen Sie Ihre Maske nur an den Schlaufen an, wechseln Sie sie regelmäßig.
  • Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch und werfen Sie dieses danach in einen Abfalleimer mit Deckel. Oder niesen und husten Sie in die Armbeuge. Wenn Sie husten oder niesen: Drehen Sie sich stets von anderen Menschen weg.

Weitere Informationen finden Sie auf www.BZgA.de oder auf www.infektionsschutz.de

Mund-Nasen-Bedeckung korrekt handhaben

Die Maske kann ihren Beitrag zur Eindämmung der Coronainfektionen nur leisten, wenn sie korrekt angewendet wird.

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Übersicht zur Schutzwirkung der Bedeckungsarten
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Abbildungen über den Umgang mit Masken
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So einfach und so wichtig: Händewaschen

Mehrfach am Tag mit Wasser und Seife: Gründliches Händewaschen ist immer wichtig für die Gesundheit - die eigene und die der Menschen um einen herum.

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Richtig Hände waschen: So geht's

Einseifen, Abspülen: 30 Sekunden. Mit allen Schritten drum herum: 1 Minute.

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So stellen Sie fest, ob ein Test für Sie in Frage kommt

Ein Test auf das Coronavirus ist nur bei Symptomen angezeigt. Ob ein Test für Sie sinnvoll ist, entscheiden die Ärzte in den Testzentren oder Praxen. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Symptome wie Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit oder Fieber sind entscheidende Kriterien für einen Infektionsverdacht. Ebenso der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn.

Ein Test sollte bei Krankheitszeichen jeder Schwere bei allen Patienten unabhängig von Risikofaktoren durchgeführt werden. Die Kassen übernehmen die Kosten für den Test, sofern der Arzt den Test für medizinisch notwendig erachtet.

Während Sie auf das Testergebnis warten, sollten Sie sich selbst vorsorglich isolieren: zuhause bleiben, dort die Räume möglichst getrennt nutzen oder zeitlich versetzt. Meiden Sie dann auch zuhause alle engen Kontakte unter anderthalb Metern. Außerdem: gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen nach Möglichkeit eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, um Ihre Mitmenschen zu schützen.

Ein Test ist laut Robert-Koch-Institut nicht sinnvoll, wenn Sie gesund sind und keine Krankheitsanzeichen haben. Nach aktuellem Kenntnisstand dauert es zwischen Ansteckung und ersten Krankheitszeichen bis zu 14 Tage.  

Wenn Sie selbst keine Krankheitsanzeichen haben, aber in den letzten 14 Tagen engen Kontakt zu einem nachgewiesenen Corona-Fall hatten, sagt ein negativer Test nichts darüber aus, ob Sie nicht doch noch an COVID-19 erkranken können: Bleiben Sie zu Hause. Wichtig auch hier: falls möglich die Räume getrennt nutzen oder zeitlich versetzt, anderthalb Meter Mindestabstand einhalten sowie die Hust- und Nies-Etikette und eine gute Händehygiene. 

Wenn Sie Krankheitszeichen haben, wenden Sie sich bitte TELEFONISCH oder per E-Mail an die in Ihrer Region zuständige Stelle – oft ist es das Gesundheitsamt – oder an Ihre hausärztliche Praxis oder rufen Sie die 116117.

So erhalten Sie bei Bedarf einen Krankenschein

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, kurz: AU-Bescheinigung oder umgangssprachlich Krankenschein oder gelben Schein, stellen Ärztinnen und Ärzte nur für Sie aus, wenn Sie krank sind. Beispielsweise wenn Sie stark husten oder Fieber haben.

Wenn Sie also keine Krankheitszeichen haben, darf kein Arzt Sie krankschreiben – auch nicht, wenn ein Test positiv ergeben hat, dass Sie das Coronavirus in sich tragen. Für eine Bescheinigung für Ihren Arbeitgeber: Wenden Sie sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt.

Es wird dann prüfen, ob es eine Quarantäne anordnet. Falls ja: erhalten Sie dort auch die Bescheinigung für Ihren Arbeitgeber. Sie erhalten Ihr Gehalt dann genauso wie bei einer Krankschreibung. Die Quarantäne ordnet das Gesundheitsamt an, um andere Personen vor einer Ansteckung zu schützen.

Auch in den folgenden Situationen darf Ihr Arzt keine AU-Bescheinigung ausstellen, sofern Sie nicht krank sind:

  • wenn Sie Ihre Kinder zu Hause betreuen, weil die Kitas und Schulen geschlossen sind oder
  • wenn Ihr Arbeitgeber Sie vorsorglich nach Hause geschickt hat.

Darauf sollten Sie beim Praxisbesuch achten

Ganz wichtig: Wenn Sie in Sorge sind, dass Sie sich mit dem Virus infiziert haben könnten, rufen Sie immer zuerst Ihre Arztpraxis an oder senden Sie eine E-Mail! So ersparen Sie sich auch unnötige Wege.

Geben Sie der Praxis am Telefon oder in Ihrer E-Mail alle erforderlichen Informationen, etwa zu ihren Krankheitszeichen oder zu einem Kontakt mit einer positiv getesteten Person. Die Praxis kann Ihnen dann auch mitteilen, an wen Sie sich am besten wenden, beispielsweise um sich testen zu lassen. 

Wenn Sie dann einen Termin erhalten haben, tragen Sie auf dem Weg dorthin eine Mund-Nasen-Bedeckung und vermeiden Sie möglichst den Kontakt zu anderen Personen. Gehen Sie bitte auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung zu einem Arzt oder in eine Bereitschaftspraxis! So schützen Sie sich und andere.

Und noch eine Bitte: Nehmen Sie in der Praxis Rücksicht: Beachten Sie die Anweisungen des Praxispersonals sowie die Hinweisschilder – etwa auf getrennte Eingänge oder Wartezimmer für Menschen mit Verdacht auf das Coronavirus.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen Abstand zu anderen Personen (mindestens 1,5 Meter), das Einhalten der Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Auch auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden.

Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome, d. h. Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege haben, zu Hause bleiben.

In bestimmten Situationen muss zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden (siehe auch: „Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu beachten?“)

Bund und Länder haben am 6. Mai 2020 schrittweise Öffnungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Die konkrete Ausgestaltung ist Aufgabe der Bundesländer. Grundsätzlich gilt aber weiterhin: Beschränken Sie Ihre Kontakte auf ein Minimum und halten Sie die Abstands- und Hygieneregeln ein.

Informationen zu den Regelungen, auf die sich Bund und Länder verständigt haben, finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung.

Bitte informieren Sie sich auch zu den regionalen bzw. lokalen Maßnahmen, die zu beachten sind. Informationen zu den geltenden Regelungen in den Bundesländern finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten der Landesregierungen. Zu möglichen lokalen Maßnahmen können Sie sich auf den Internetseiten Ihrer Gemeinde bzw. Ihrer Stadt informieren.

Durch die Beschränkung sozialer Kontakte soll die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland verlangsamt werden. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen vermindert das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2.

Das Virus wird vor allem durch direkten Kontakt zwischen Menschen (z. B. im Gespräch) durch kleine Tröpfchen übertragen. Eine Übertragung kann auch schon bis zu drei Tage vor dem Auftreten von Krankheitszeichen stattfinden.

Eine rasche Ausbreitung des Virus würde insbesondere eine Gefährdung für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen bedeuten. Menschen, die zu diesen Risikogruppen gehören, erkranken häufiger schwer und eine stationäre oder sogar intensivmedizinische Behandlung kann dann erforderlich sein.

Zudem besteht die Gefahr eines Engpasses im Gesundheitswesen (z. B. Zahl der Krankenhausbetten, medizinisches und pflegerisches Personal), wenn viele Menschen gleichzeitig erkranken. Dies kann dann möglicherweise dazu führen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, um alle Patienten zu versorgen. Auch Menschen mit anderen Erkrankungen können dann möglicherweise nicht mehr im Krankenhaus behandelt werden.

Menschen, die wegen ihres Alters oder bestimmter Vorerkrankungen stärker gefährdet sind, schwer zu erkranken, sollten die empfohlenen Verhaltensregeln und -empfehlungen konsequent einhalten, um sich zu schützen. Dazu gehören die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung und das Abstandhalten. Konkret bedeutet das, möglichst zu Hause zu bleiben, Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und mindestens 1,5 Meter Abstand zu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts zu halten. Am besten sollten andere gebeten werden, die Einkäufe zu erledigen.

Wichtig ist auch, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen.

Außerdem wird empfohlen, sich gut über das Krankheitsbild zu informieren, um Anzeichen für eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Bei Krankheitszeichen sollte telefonisch ärztlicher Rat eingeholt werden.

(Siehe auch Frage: „Welche Personen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf der Erkrankung betroffen?“)

Zum Thema Mund-Nasen-Bedeckung stellt die BZgA ausführliche Informationen zur Verfügung.

Seit Ende April 2020 gilt in allen Bundesländern für bestimmte Situationen im öffentlichen Raum die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken (Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung). Dies betrifft insbesondere Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenen Räumen zusammentreffen und der Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen nur schwer eingehalten werden kann (z. B. bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und in Einkaufssituationen). Die konkreten Umsetzungen können in den einzelnen Bundesländern etwas unterschiedlich sein.

Welche Regelung in Ihrer Region verbindlich gilt, erfahren Sie auf der Internetseite Ihres Bundeslandes oder Ihrer jeweiligen Gemeinde bzw. Stadt.

Wichtig bleibt, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen, das Abstandhalten von anderen Menschen (mindestens 1,5 Meter), die Selbstisolierung bei Erkrankung, eine gute Händehygiene sowie das Einhalten von Husten- und Niesregeln.

Weitere Fachinformationen zur Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum sind auf den Seiten des Robert Koch-Instituts abrufbar.

Der richtige Umgang mit den Mund-Nasen-Bedeckungen ist ganz wesentlich, um einen größtmöglichen Schutz zu erreichen. Auf der Themenseite zu Mund-Nasen-Bedeckungen können Sie Hinweise zur Handhabung und Pflege abrufen.

Die Verwendung von Visieren kann gemäß Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht als gleichwertige Alternative zur Mund-Nasen-Bedeckung angesehen werden.  

Derzeit ist in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch die Bevölkerung verpflichtend (siehe auch „Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu beachten?“). Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden, abgefangen werden. Nach Einschätzung des RKIs stellen Mund-Nasen-Bedeckungen einen weiteren Baustein dar, um Risikogruppen zu schützen und die Ausbreitung von COVID-19 zu reduzieren.

Verschiedene Hersteller bewerben derzeit die Verwendung von Visieren anstelle einer Mund-Nasen-Bedeckung - ohne dass Belege für die Gleichwertigkeit dieser Ersatzmaßnahme vorliegen. Gemäß den Hinweisen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zur Handhabung von Mund-Nasen-Bedeckungen („Community-Masken“) muss die Bedeckung richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Vorbeiströmen von Luft an den Seiten zu minimieren. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass fest gewebte Stoffe in diesem Zusammenhang besser geeignet sind als leicht gewebte Stoffe. Durch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung können gemäß BfArM die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speichel-/Schleim-Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Visiere dagegen können in der Regel maximal die direkt auf der Scheibe auftreffenden Tröpfchen auffangen. Ihr bestimmungsgemäßer Einsatz in Einrichtungen des Gesundheitswesens (als Teil der persönlichen Schutzausrüstung und in Verbindung mit Atemschutz) wird durch diese Einschätzung nicht berührt.

Die Ausgestaltung der Infektionsprävention und die entsprechende Ausgestaltung von damit verbundenen Empfehlungen liegt jedoch in der Zuständigkeit der Bundesländer. Informationen zu den geltenden Regelungen in den Bundesländern finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten der Landesregierungen.

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Ja, das wird sogar empfohlen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch Schutzimpfungen beeinflusst wird. Ein umfassender Impfschutz ist sinnvoll, um sich vor Infektionen zu schützen, die in der Pandemiezeit zusätzlich gefährlich sein können.

Bei Anzeichen einer Atemwegsinfektion sollten Impftermine zwei Wochen verschoben werden.

Besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, sollten Impfungen ebenfalls verschoben werden. An COVID-19 Erkrankte werden erst nach vollständiger Genesung geimpft. Kontaktpersonen können geimpft werden, wenn sie zwei Wochen nach dem letzten Kontakt keine Krankheitszeichen entwickelt haben.

Impftermine werden so in die Abläufe in der Arztpraxis integriert, dass es nicht zu Ansteckungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kommt:

  • Vereinbaren Sie den Impftermin telefonisch. Das Praxispersonal wird Sie über den derzeitigen Praxisablauf und notwendige Hygienemaßnahmen informieren.   
  • Impftermine und andere Arztbesuche werden räumlich und zeitlich getrennt.
  • Kinder sollten nur von einer Person zum Impftermin begleitet werden. Diese darf weder Fieber noch Zeichen einer Atemwegsinfektion haben. Geschwisterkinder sollten möglichst nicht mit in die Praxis gebracht werden.

Bitte beachten Sie die Abstandsregelungen in der Praxis und berücksichtigen Sie auch alle weiteren Hinweise des Praxispersonals.

Weitere Informationen zu Impfungen während der aktuellen Coronavirus-Pandemie sind auf der Webseite des Robert Koch-Instituts zu finden.

Um das Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 am Arbeitsplatz gering zu halten, sollten eine Reihe an Maßnahmen getroffen und Verhaltensregeln eingehalten werden. Auf der Themenseite „Berufliches Umfeld“ finden Sie orientierende Informationen, welche Anforderungen derzeit an Betriebe gestellt werden, worauf Beschäftigte achten sollten und was bei Verdacht auf eine Infektion oder bei Erkrankung zu tun ist. Außerdem werden Empfehlungen für das sorgfältige Reinigen und Desinfizieren von Oberflächen gegeben. 

Diese Informationen zum Coronavirus für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind dort auch in Merkblättern (zum Download als PDF) zusammengefasst. 

Für rechtliche Fragen zum Arbeitsschutz ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nicht zuständig. Anforderungen an die technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen in Betrieben sind im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) nachzulesen, der in mehreren Sprachen zur Verfügung steht. 

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat umfangreiche Antworten auf häufige Fragen zusammengestellt, die diese Standards für verschiedene Branchen und Arbeitsbereiche konkretisieren, unter anderem für das Büroumfeld, für Handwerksbetriebe und Bauunternehmen und für den Lebensmitteleinzelhandel.

Eine routinemäßige Flächendesinfektion in häuslichen und öffentlichen Bereichen wird auch in der aktuellen COVID-19-Pandemie nicht empfohlen. Eine angemessene Reinigung mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln ist zu bevorzugen. Zudem ist konsequentes Händewaschen wichtig, um bei Kontakt mit verunreinigten Gegenständen und Oberflächen eine Übertragung und Weiterverbreitung der Erreger zu vermeiden.

In Ausnahmefällen kann der zielgerichtete Einsatz von Desinfektionsmitteln auch in Privathaushalten angemessen sein, wenn dies ärztlich empfohlen wird. Wenn Personen, die an COVID-19 erkrankt sind, zu Hause versorgt werden, sollten neben einer Reihe weiterer Hygienemaßnahmen auch häufig berührte Oberflächen (z. B. Nachttische, Bettrahmen und andere Schlafzimmermöbel sowie Bad- und Toilettenoberflächen) täglich desinfiziert werden (siehe auch Frage: „Welche Hygienemaßnahmen sind zu beachten, wenn an COVID-19 Erkrankte zu Hause betreut werden?“).

Für die Desinfektion sollten Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen behüllte Viren verwendet werden, die als „begrenzt viruzid“ bezeichnet werden. Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können ebenfalls eingesetzt werden. Geeignete Mittel sind u. a. in der Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) sowie in der Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste) aufgeführt.

Die Desinfektionsmaßnahmen im Rahmen einer häuslichen Quarantäne sollten mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder dem betreuenden Arzt bzw. der betreuenden Ärztin abgestimmt werden.

Für das medizinische Umfeld gelten besondere Empfehlungen für die Desinfektion von Oberflächen.

Eine routinemäßige Flächendesinfektion in öffentlichen Bereichen – außerhalb von Gesundheitseinrichtungen – wird auch in der aktuellen COVID-19-Pandemie nicht empfohlen. Auch bei häufig berührten Oberflächen wie z. B. Türgriffen, Lichtschaltern oder Wasserhähnen ist eine regelmäßige Reinigung mit üblichen Reinigungsmitteln zu bevorzugen. Zudem ist konsequentes Händewaschen wichtig, um bei Kontakt mit verunreinigten Gegenständen und Oberflächen eine Übertragung und Weiterverbreitung der Erreger zu vermeiden. 

Im Einzelfall kann eine Desinfektion von Oberflächen sinnvoll sein, beispielsweise wenn ein Raum von einer an COVID-19 erkrankten Person genutzt wurde. Wird eine Desinfektion notwendig, so sollte diese generell als Wischdesinfektion und nicht als Sprühdesinfektion durchgeführt werden. 

Für die Desinfektion sollten Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit gegen behüllte Viren verwendet werden, die als „begrenzt viruzid“ bezeichnet werden. Mittel mit erweitertem Wirkbereich gegen Viren wie „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ können ebenfalls eingesetzt werden. Geeignete Mittel sind u. a. in der Liste der vom Robert Koch-Institut (RKI) geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) sowie in der Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste) aufgeführt.

Weitere Hinweise zu Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen sind auf den Internetseiten des RKIs zu finden. Im medizinischen Umfeld gelten besondere Empfehlungen für die Desinfektion von Oberflächen. 

Hygienestandards für verschiedene Branchen und Arbeitsbereiche können Sie bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nachlesen. Bitte beachten Sie außerdem die in Ihrer Einrichtung oder Ihrem Betrieb geltenden Regelungen. 

Nach gründlichem Waschen der Hände für mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife können in öffentlichen Toiletten elektrische Händetrockner verwendet werden. Sie helfen jedoch nicht, das Virus abzutöten.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges gelangen. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. 

Außerdem gibt es Hinweise, dass SARS-CoV-2 über Aerosole (in der Luft schwebende Tröpfchenkerne kleiner als 5 Mikrometer) auch im normalen gesellschaftlichen Umgang übertragen werden kann. Eine abschließende Bewertung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwierig. 

Eine Übertragung über Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von infizierten Personen nicht auszuschließen. Die Coronaviren SARS-CoV-2 wurden auch in Stuhlproben Betroffener gefunden. Ob SARS-CoV-2 auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

(Siehe auch Fragen: „Wie kann man sich und andere vor einer Ansteckung schützen?“ und „Was ist beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu beachten? “)

Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird vor allem bei direktem Kontakt durch Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel im Gespräch oder wenn eine infizierte Person hustet oder niest. Dabei können virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes oder des Auges anderer Personen gelangen. 

Deshalb sollte man mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen halten. 

Es gibt Hinweise, dass SARS-CoV-2 über Aerosole (in der Luft schwebende Tröpfchenkerne kleiner als 5 Mikrometer) auch im normalen gesellschaftlichen Umgang übertragen werden kann. Eine abschließende Bewertung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwierig.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es bisher keine Hinweise, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 über den Wasserweg übertragen wird. Für andere Coronaviren, die SARS-CoV-2 ähneln, konnte gezeigt werden, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. 

Trinkwasser durchläuft in Deutschland einen mehrstufigen Reinigungsprozess. Eine Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2  über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist daher nach Einschätzung des Umweltbundesamtes gemäß derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich.

Das gilt ebenso für die Übertragung durch Badewasser in Hallen- oder Freibädern, das einer ständigen Aufbereitung unterliegt. Auch in Badegewässern in der Natur sind keine relevanten Konzentrationen an SARS-CoV-2 zu erwarten, die eine Infektion hervorrufen könnten. Grundsätzlich aber sollten Personen, die an einem akuten Infekt der Atemwege oder an einer Durchfallerkrankung leiden, nicht baden, um andere Badende nicht zu gefährden.  

Für Schwimmbäder und Badeseen sind die derzeitigen Regelungen für das öffentliche Leben zu beachten (siehe auch Frage: „Welche Regelungen gelten derzeit für das öffentliche Leben in Deutschland?“).

Sofern Schwimmbäder geöffnet haben bzw. der Aufenthalt an Badeseen erlaubt ist, sind die Hygiene- und Verhaltensregeln konsequent einzuhalten, um das Risiko einer Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion zu verringern.  

Weitere Informationen zur Übertragbarkeit des Coronavirus SARS-CoV-2 über Wasser finden Sie beim Umweltbundesamt.

Für eine Übertragung durch Stechmücken gibt es keine Hinweise. Das neuartige Coronavirus infiziert die Atemwege und verbreitet sich vor allem über Tröpfcheninfektion. Dabei gelangen feinste virushaltige Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen versprüht werden, in die Atemwege anderer. Eine Ansteckung ist auch über Erreger an den Händen möglich, wenn man damit ins Gesicht fasst.

Empfehlungen zum Umgang mit Haustieren und Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt das Friedrich-Loeffler-Institut

Das FLI ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit und befasst sich unter anderem mit dem Schutz vor Infektionen, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden (Zoonosen).

Es ist möglich, dass man sich angesteckt hat, dies aber nicht bemerkt, weil die Krankheitsanzeichen sehr schwach sind oder ganz fehlen. Ein Teil der infizierten Personen entwickelt gar keine Krankheitszeichen. In Studien lag der Anteil solcher asymptomatischen Verläufe bei 22 bis 43 Prozent, bei Kindern bei bis zu 28 Prozent und bei Schwangeren bei bis zu 88 Prozent. 

Auch infizierte Personen ohne Krankheitszeichen können COVID-19 übertragen.

Die Inkubationszeit, das heißt die Dauer von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, beträgt beim Coronavirus SARS-CoV-2 ein bis 14 Tage, im Mittel fünf bis sechs Tage. Wenn man Krankheitszeichen hat, ist man ansteckend. Ein Übertragungsrisiko besteht aber schon zwei Tage vor Auftreten von Krankheitszeichen (präsymptomatisch) und ist einen Tag vorher am höchsten.

Wie lange eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person ansteckend ist, lässt sich nicht allgemeingültig sagen und hängt auch von der Krankheitsschwere ab.

Die Entscheidung, ob eine Person als genesen und nicht mehr ansteckend gilt, trifft das zuständige Gesundheitsamt.

(siehe auch Frage: „Wann kann ich eine häusliche Quarantäne wieder verlassen?“)

Nach einer Ansteckung kann es ein bis 14 Tage dauern, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit fünf bis sechs Tage.

Als häufigste Krankheitszeichen werden in Deutschland Husten und Fieber berichtet. Es sind aber auch eine Reihe weiterer Krankheitszeichen wie beispielsweise Schnupfen, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeine Schwäche möglich.

Die Krankheitsverläufe sind jedoch unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

Eine Infektion kann ohne Krankheitszeichen ablaufen, es sind aber auch Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen bis hin zu Lungenversagen und Tod möglich. Bis zu 10 Prozent der gemeldeten Erkrankten in Deutschland werden im Krankenhaus behandelt. Nicht selten, vor allem bei schwerem Verlauf, leiden Erkrankte an weiteren Infektionen.

Neue Studien weisen darauf hin, dass unter anderem neurologische Langzeitfolgen auftreten können. Auch über verschiedene Komplikationen und Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Nierenversagen sowie eine erhöhte Blutgerinnung wird berichtet.

Eine Orientierungshilfe, was bei Krankheitszeichen zu tun ist, gibt ein Merkblatt für Bürgerinnen und Bürger.

Schwere Verläufe können auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankung auftreten und werden auch bei jüngeren Menschen beobachtet. Die folgenden Personengruppen zeigen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren), 
  • Raucherinnen und Raucher (schwache wissenschaftliche Datenlage),
  • Menschen mit sehr starkem Übergewicht.

Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:

  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck), 
  • chronischen Lungenerkrankungen (z. B. COPD), 
  • chronischen Lebererkrankungen,
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
  • Krebserkrankungen,
  • Schwächung des Immunsystems (z. B. aufgrund einer Erkrankung oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).

Das Risiko wird außer von der Art der Vorerkrankung auch von deren Schweregrad und einer adäquaten therapeutischen Einstellung sowie von zusätzlichen Begleiterkrankungen und weiteren Einflussfaktoren wie Alter und Gewicht beeinflusst. Das persönliche Risiko sollte daher von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt individuell beurteilt werden.

Weitere Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf bietet das Robert Koch-Institut auf seinen Internetseiten. Dort finden Sie auch Hinweise zur Prävention und zum Management von COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen.

Zudem gibt es Hinweise für ambulante Pflegedienste.

Menschen mit Vorerkrankungen des Atmungssystems und chronischen Lungenerkrankungen zählen zu den Risikogruppen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 tragen. Das scheint auch bei mittelschwerem bis schwerem Asthma zu gelten. Im Rahmen von COVID-19 kann es zu Asthmaanfällen und zu einer Lungenentzündung kommen. Inwieweit Menschen mit Allergien wie Heuschnupfen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 haben, ist derzeit nicht bekannt.  

(Siehe auch Frage: „Welche Personen sind besonders häufig von einem schweren Verlauf der Erkrankung betroffen?“) 

Um sich vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen, sollten die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensregeln konsequent eingehalten werden. Bei Krankheitszeichen sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden. 

Menschen mit Asthma sollten ihre Therapie wie gewohnt fortführen. In Zweifelsfällen sollte Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt gehalten werden. Auch Arzneimittel aus der Gruppe der Biologika, die bei allergisch mitbedingten Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis oder Urtikaria (Nesselsucht) eingesetzt werden, können nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) angewendet werden.

Ob Medikamente gegen Allergien wie Nasenspray, Augentropfen oder Tabletten einen Einfluss auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 haben, ist derzeit unklar. Die Behandlung sollte nicht ohne Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt abgesetzt werden. Eine allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) sollte bei beschwerdefreien und gesunden Personen wie geplant fortgesetzt werden.  

Weitere Informationen rund um COVID-19 für Menschen mit Allergien und Asthma finden Sie beim Allergieinformationsdienst.  

Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bietet das Robert Koch-Institut auf seinen Internetseiten.

Nur ein Teil der COVID-19-Erkrankungen verläuft schwer. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Eine spezifische, d. h. gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 selbst gerichtete Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Im Rahmen von Studien werden verschiedene spezifische Therapieansätze aber zurzeit geprüft.

Weitere Hinweise dazu finden Sie auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Informationen zu den klinischen Prüfungen, die vom BfArM und vom Paul-Ehrlich-Institut genehmigt wurden, finden Sie auf der Website des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) sowie im Europäischen „Clinical Trials Register“ (englischsprachige Seite).

Aktuell gibt es keine Daten dazu, ob Schwangere ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus haben. Aufgrund der körperlichen Anpassungen (physiologische und immunologische Veränderungen) kann dies nicht vollkommen ausgeschlossen werden.

Im Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus scheinen Schwangere jedoch seltener zu erkranken oder mildere Symptome (z. B. seltener Fieber) zu entwickeln. Schwangere sollten sich auch bei milden Symtomen an ihre Ärztin oder ihren Arzt wenden, um die Frage einer möglichen Testung zu klären.

Zur Frage der Schwere des Krankheitsverlaufs geben die wenigen Studien, in denen Schwangere mit COVID-19 untersucht wurden, keinen Hinweis darauf, dass die Krankheit bei Schwangeren schwerer verläuft als bei Nicht-Schwangeren. Bislang liegen nur vereinzelte Berichte von Todesfällen unter Schwangeren oder von Frauen im Wochenbett vor, die möglicherweise im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung stehen. Hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das Ungeborene gibt es bisher nur wenige Daten, sodass zu dieser Fragestellung keine gesicherten Aussagen gemacht werden können. Generell kann hohes Fieber im ersten Schwangerschaftsdrittel das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen.

Die Möglichkeit einer Übertragung des neuartigen Coronavirus im Mutterleib kann nicht ausgeschlossen werden.

In den meisten Fällen zeigen die Kinder von Müttern, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden, nach der Geburt keine Krankheitszeichen. Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion während der Schwangerschaft sind. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist - sofern keine geeigneten Schutzmaßnahmen ergriffen werden - über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Bisher gibt es keine Nachweise des Virus in der Muttermilch. Insgesamt ist die Datenlage derzeit aber noch nicht ausreichend, um alle Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Umfangreiche Informationen zu COVID-19 und Schwangerschaft, darunter FAQ und Kreißsaal-Empfehlungen, stellt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) zur Verfügung.

Darüber hinaus sind weitere Informationen für Schwangere sowie Hinweise für Mütter und ihre Babys auf den Seiten www.zusammengegencorona.de sowie www.familienplanung.de abrufbar.

In der Mehrzahl der vorliegenden Studien sind Kinder seltener von einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 betroffen als Erwachsene. Ob das Risko von Kindern, sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu infizieren, genau so hoch ist wie von Erwachsenen, ist nicht endgültig geklärt. Die Ergebnisse einer Studie  sprechen für diese Hypothese. Zwei weitere Untersuchungen zeigen, dass sich Kinder seltener als Erwachsene anstecken, wenn sie mit einer infizierten Person in einem Haushalt zusammenleben. Die Ausprägung der Krankheitszeichen (Symptomatik) bei Kindern scheint häufig geringer zu sein als bei Erwachsenen. Ersten Studien zufolge kommen auch Verläufe ohne erkennbare Krankheitszeichen relativ häufig (bei bis zu 28 Prozent der Fälle) vor. Schwere Krankheitsverläufe sind selten und betreffen insbesondere Säuglinge und Kleinkinder. Einzelne Todesfälle im Kindesalter sind beschrieben.

Zur Frage, inwiefern Kinder und Jugendliche zur Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Bevölkerung beitragen, liegen bislang nur wenige Daten vor. Die meisten Studien haben gezeigt, dass Kinder sich bei Erwachsenen angesteckt haben. Da jedoch die Bildungseinrichtungen während der meisten Untersuchungen geschlossen waren, sind die Ergebnisse wahrscheinlich nicht auf die Alltagssituation übertragbar.

Aufgrund der hohen Übertragbarkeit des Virus, dem engen Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander und dem häufigeren symptomlosen bzw. milden Verlauf erscheint es plausibel, dass Übertragungen stattfinden. Ergänzend dazu sind die Fachinformationen des Robert Koch-Instituts zur Frage der möglichen Wiedereröffnung von Bildungseinrichtungen abrufbar.

Auch für Kinder und Jugendliche gelten die empfohlenen Schutzmaßnahmen (siehe auch "Wie kann man sich und andere vor einer Ansteckung schützen?"). Sie sollten Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen halten (siehe auch “Warum ist es wichtig Abstand zu halten bzw. soziale Kontakte zu beschränken?“). Kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben und bei Bedarf ärztlich behandelt werden.

Für alle Eltern und Kinder gibt die BZgA Tipps für den Familienalltag während der Coronavirus-Pandemie unter www.kindergesundheit-info.de und www.uebergewicht-vorbeugen.de.

Das lässt sich nicht allgemein sagen. Die Erkrankung COVID-19 verläuft sehr unterschiedlich: Viele Menschen spüren nur leichte Beschwerden, manche bemerken gar keine Krankheitszeichen. Andere haben einen schweren Krankheitsverlauf, der sogar zu Lungenversagen und zum Tod führen kann.

Bei Menschen mit leichteren Verläufen, die zu Hause auskuriert werden können, geht man derzeit davon aus, dass sie spätestens nach 14 Tagen wieder genesen sind. Die Entscheidung, ob eine Person als genesen und nicht mehr ansteckend gilt, trifft die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt oder das zuständige Gesundheitsamt.

Bei schweren Krankheitsverläufen dauert es in der Regel länger, bis man wieder gesund ist.

Derzeit gehen Expertinnen und Experten davon aus, dass genesene Patientinnen und Patienten nur ein geringes Risiko haben, ein zweites Mal an COVID-19 zu erkranken.

Erste Studien haben gezeigt, dass Personen nach durchgemachter Infektion spezifische Antikörper (körpereigene Abwehrstoffe) gegen das neuartige Coronavirus entwickeln, die das Virus in Labortests neutralisieren können. Unklar ist jedoch noch, wie robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird und ob es möglicherweise von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt. Die Erfahrungen mit anderen Coronavirus-Erkrankungen (z. B. SARS und MERS) deuten darauf hin, dass zumindest eine teilweise Abwehr (partielle Immunität) bis zu drei Jahre anhalten könnte. Um diesen Aspekt für COVID-19-Erkrankungen genau bewerten zu können, sind weitere Studien erforderlich, die den Verlauf der Abwehrleistungen im Körper über einen längeren Zeitraum beobachten.

Die Frage kann im Moment noch nicht sicher beantwortet werden.  

Bei Personen, die eine Infektion mit dem „ersten“ Coronavirus (SARS-CoV) überstanden haben, waren etwa zwei Jahre lang erhöhte Mengen an Antikörpern gegen das Virus nachweisbar. Danach begann die Zahl der Antikörper nachzulassen. Ob das bedeutet, dass auch die Immunität schwächer wird, ist aber unklar.

Es gibt zwar Ähnlichkeiten zwischen einer Grippe und COVID-19. In einem wichtigen Punkt unterscheidet sich die Corona-Pandemie aber von einer Grippewelle: in der Schnelligkeit der Ausbreitung. Hier die wichtigsten Unterschiede:

Immunschutz

  • Grippe

Viele Menschen sind schon in den Vorjahren einmal oder mehrfach an einer Grippe erkrankt oder geimpft. Je nach Grippevirus ist ein Teil der Bevölkerung also gegen die Grippe geschützt.

  • Coronavirus

Der Erreger SARS-CoV-2 ist neu. Aus diesem Grund gab es zu Beginn der Pandemie in der Bevölkerung keinen Immunschutz.

Ausbreitung

  • Grippe

Wer eine Grippe hat, kann nicht jeden anstecken, weil es geschützte Personen im Umfeld gibt. Das bremst die Ausbreitung der Grippe in der Bevölkerung.

  • Coronavirus

Bislang ist nicht bekannt, ob es in Deutschland Menschen gibt, die gegen das Coronavirus immun sind. Wer COVID-19 hat, kann am Anfang der Pandemie vermutlich jeden anstecken, weil niemand geschützt ist. Das Virus kann sich somit sehr schnell ausbreiten.

Schnelligkeit der Ausbreitung

  • Grippe

Auch ohne weitere Gegenmaßnahmen braucht eine Grippe mehrere Monate, um sich in Deutschland auszubreiten. Dann erkrankt auch nur ein kleinerer Teil der Bevölkerung. In der vergangenen Grippesaison haben von Anfang Oktober bis Ende März, also innerhalb von 6 Monaten, schätzungsweise 5 Prozent der Bevölkerung wegen Influenza eine Haus- oder Kinderarztpraxis aufgesucht.

  • Coronavirus

Mit dem Coronavirus könnten sich innerhalb weniger Wochen mehrere Millionen Menschen anstecken. Zur Vorhersage des Verlaufs sind im Moment nur Modellrechnungen möglich, die auf Daten aus dem Ausland beruhen.

Schwere der Erkrankung

  • Grippe

Auch bei einer Grippewelle kommt es zu schweren Erkrankungen und Menschen werden auf Intensivstationen beatmet. Die schweren Erkrankungen treten aber verteilt über mehrere Monate auf. Krankenhäuser und Intensivstationen können die Patientinnen und Patienten nacheinander versorgen.

  • Coronavirus

Beim Coronavirus würden viele schwere Erkrankungen fast gleichzeitig auftreten. Krankenhäuser und Intensivstationen könnten dann nicht mehr alle Patientinnen und Patienten versorgen.

Gesundheitssystem

  • Grippe

Selbst eine schwere Grippesaison überlastet das Gesundheitssystem in der Regel nicht.

  • Coronavirus

Eine Corona-Pandemie kann das Gesundheitssystem überlasten.

Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten Sie zu Hause bleiben und sich umgehend telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt wenden – auch wenn Sie keine Krankheitszeichen haben. Das Gesundheitsamt wird Sie über die weiteren erforderlichen Schritte informieren. Welches Gesundheitsamt für Ihren Wohnort zuständig ist, kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts ermittelt werden.

Wer Krankheitsanzeichen wie Husten, erhöhte Temperatur oder Fieber, Kurzatmigkeit, Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen und allgemeine Schwäche verspürt, die auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hindeuten können, sollte zu Hause bleiben, die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und sich telefonisch beraten lassen.

Am besten sollte die Telefonnummer 116117, eine lokale Corona-Hotline, die Hausarztpraxis oder ein anderer behandelnder Arzt bzw. eine Ärztin angerufen werden. Bei akuter Atemnot sollte die Notfallnummer 112 angerufen werden.

Um sich und andere zu schützen, sollte auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung eine Arztpraxis aufgesucht werden.

Die Arztpraxis informiert über das weitere Vorgehen. 

Eine Orientierungshilfe, was bei Krankheitszeichen zu tun ist, gibt ein Merkblatt für Bürgerinnen und Bürger. 

Ja, insbesondere wenn:

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde,
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.),
  • wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z. B. im Krankenhaus oder der Altenpflege).

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d. h. zu Hause bleiben, Abstand halten (mindestens 1,5 Meter), gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Wenn Sie nur leichte Krankheitszeichen haben, sollten Sie sich selbst isolieren, d. h. zuhause bleiben, alle Kontakte meiden und wenn dies nicht möglich ist, mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Außerdem sollten Sie eine gute Händehygiene und die Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollten Sie zunächst nochmals versuchen, die bundesweite Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z. B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Darüber informieren die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Die Ärztin oder der Arzt entscheiden, ob ein Test durchgeführt werden sollte und wenn ja, wo. Auch informieren sie über die nötigen weiteren Schritte.

Falls man Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte, sollte man sich direkt an das Gesundheitsamt wenden, das darüber Auskunft gibt, was nun zu tun ist. Das zuständige Gesundheitsamt kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts ermittelt werden.

Eine Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger gibt Hinweise, was bei Krankheitszeichen zu tun ist. 

Dies entscheiden die Hausärztinnen und Hausärzte bzw. die Amtsärztinnen und Amtsärzte oder die Klinik. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.

 (Siehe auch Frage: „Sollte bei einer Atemwegserkrankung ärztlicher Rat eingeholt und nach einem Test gefragt werden, auch wenn die Krankheitszeichen nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“)

Direkter Nachweis des Virus: 
Um eine aktuell vorliegende Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festzustellen, ist der direkte Nachweis des Erregers entscheidend (z. B. Genomnachweis mittels sogenannter PCR, Antigennachweise, Virusisolierung):

PCR-Test: Dabei werden Bestandteile des Erbguts des Virus über hoch-empfindliche, molekulare Testverfahren – eine sogenannte "real-time PCR" – nachgewiesen. Die reine Testzeit beträgt hierbei etwa vier bis fünf Stunden. Die Zeit zwischen Entnahme der Probe (z. B. Rachenabstrich) und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen. Je nach Aufkommen an Proben kann die Mitteilung des Ergebnisses jedoch auch länger dauern. Dieser Test wird üblicherweise zum Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgeführt.

Antigen-Test: Dies ist ein Test, der innerhalb von wenigen Minuten eine akute Infektion mit SARS-CoV-2 aus einem Rachenabstrich identifizieren soll. Allerdings weisen bisher verfügbare Antigen-Tests eine Infektion lange nicht so zuverlässig nach wie ein PCR-Test.

Virusanzucht: Für Forschungszwecke spielt die Virusanzucht in Zellkultursystemen aus entnommenen Proben eine große Rolle. Diese kann herangezogen werden, um die Ansteckungsfähigkeit der Patientin oder des Patienten einzuschätzen. 

Indirekter Nachweis des Virus:
Indirekte Nachweise erfassen nicht das Virus selbst, sondern die Reaktion des Körpers auf eine Infektion.

Antikörper-Test: Dabei werden Antikörper, die das Immunsystem speziell gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gebildet hat, im Blut bzw. Serum nachgewiesen. Dieser Test ist insbesondere für Forschungsfragen sinnvoll (z. B. um die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland zu untersuchen). Nach dem Auftreten von Krankheitszeichen (Symptomen) vergehen in der Regel ein bis zwei Wochen (in Einzelfällen auch mehr), bis diese spezifischen Antikörper nachweisbar sind. SARS-CoV-2-spezifische Antikörper können auch nach Abklingen von Symptomen bzw. nach Eliminierung des Virus aus dem Körper nachgewiesen werden. Antikörpertests sind daher zur Feststellung einer aktuell vorliegenden Infektion nicht geeignet. Sie können aber die Diagnostik ergänzen, insbesondere wenn zwei aufeinanderfolgende Blutproben untersucht werden und Antikörperverläufe analysiert werden. 

Bildgebende Diagnostik (Röntgenaufnahme): Bei schweren Krankheitsverläufen erfolgt mitunter auch eine ergänzende Diagnose auf Grundlage einer Röntgenaufnahme der Lunge.  

Hinweis: Bei wem eine Testung sinnvoll sein kann, erfahren Sie im Merkblatt „Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger“.

In Quarantäne muss, wer ein hohes Risiko hat, sich angesteckt zu haben. Dies ist der Fall,

  • wenn man innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt zu einem laborbestätigten COVID-19-Patienten hatte. Ein enger Kontakt bedeutet, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat, bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist,
  • wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.

Wenn man beispielsweise in den letzten 14 Tagen nur im gleichen Raum mit einem COVID-19-Erkrankten war und keinen engen Kontakt hatte, wird keine Quarantäne angeordnet, da dann ein geringeres Ansteckungsrisiko besteht.

Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss ebenfalls nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson und hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19 Erkrankung. Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet, z. B. im Krankenhaus oder in der Altenpflege, sollte aber in jedem Fall seinen Arbeitgeber informieren. Und für alle gilt: Führen Sie eine tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen durch.

Eine weitere Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt und Krankheitsfälle sollen verhindert werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen zu identifizieren, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das Coronavirus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde. Der Gesundheitszustand dieser Personen wird auf Grundlage des individuellen Infektionsrisikos für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen liegt (14 Tage), beobachtet. Falls geboten, kann dies auch in häuslicher Quarantäne erfolgen.

Das Robert Koch-Institut gibt Empfehlungen zum Management von Kontaktpersonen, die durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden können.

Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest.

Wenn Menschen, die am Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankt sind, zu Hause betreut werden, sollten folgende Hygienemaßnahmen umgesetzt werden:

  • Die erkrankte Person sollte allein in einem gut belüftbaren Einzelzimmer untergebracht sein.
  • Die Anzahl der Kontakte zu anderen Personen sollte auf das absolute Minimum reduziert werden, d. h. auf Haushaltsangehörige, deren Unterbringung nicht anderweitig möglich ist oder die zur Unterstützung benötigt werden. 
  • Haushaltsangehörige sollten sich in anderen Räumen aufhalten. Falls dies nicht möglich ist, sollte ein Abstand von mindestens 1,5 bis 2 Metern eingehalten werden. Zusätzlich sollten Erkrankte sowie Haushaltsangehörige einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
  • Gemeinsame Räume sollten möglichst wenig und am besten zeitlich getrennt genutzt werden. Auch Mahlzeiten sollten nicht zusammen eingenommen werden.
  • Räume, die von mehreren Personen genutzt werden, wie Küche und Bad, sollten regelmäßig gut gelüftet werden.
  • Kontakte zu Personen außerhalb des Haushalts sollten unterbleiben. Lieferungen sollten vor dem Haus- oder Wohnungseingang abgelegt werden. 
  • Die Husten- und Niesregeln sollten konsequent eingehalten werden. Dazu zählt, beim Husten und Niesen ein Taschentuch zu verwenden oder die Armbeuge vor Mund und Nase zu halten und sich von anderen abzuwenden. Danach Händewaschen nicht vergessen!
  • Taschentücher und andere Abfälle von Erkrankten sollten in einem mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer aufbewahrt werden, bis sie mit dem Hausmüll entsorgt werden.
  • Erkrankte und Haushaltsangehörige sollten vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann, wenn Verschmutzungen sichtbar sind, die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen.
  • Erkrankte sollten sich zudem vor dem Kontakt zu anderen Personen die Hände waschen.
  • Für Haushaltsangehörige ist außerdem eine gute Händehygiene nach dem Kontakt mit einer erkrankten Person oder deren unmittelbarer Umgebung wichtig. 
  • Zum Trocknen der Hände sollten möglichst Einmalhandtücher verwendet werden. 
  • Wenn Stoffhandtücher verwendet werden, sollten Gesunde und Erkrankte diese nicht gemeinsam nutzen. Feuchte Handtücher sollten ausgetauscht werden.
  • Wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, kann alternativ zum Händewaschen ein hautverträgliches Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis verwendet werden, das mit mindestens „begrenzt viruzid“ bezeichnet ist. Auf die Sicherheitshinweise der Händedesinfektionsmittel ist zu achten.
  • Häufig berührte Oberflächen (z. B. Nachttische, Bettrahmen und andere Schlafzimmermöbel sowie Bad- und Toilettenoberflächen) sollten täglich mit einem mindestens „begrenzt viruzid“ wirksamen Flächendesinfektionsmittel desinfiziert werden. Auch Desinfektionsmittel mit der Bezeichnung "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" können verwendet werden (siehe auch Frage: „Sollte ich im häuslichen Umfeld Desinfektionsmittel einsetzen?“).
  • Kleidung, Bettwäsche, Bade- und Handtücher sollten wenn möglich bei mindestens 60° C mit einem herkömmlichen Haushalts-Vollwaschmittel gewaschen und gründlich getrocknet werden.

Zudem sollten unbedingt die Empfehlungen des behandelnden Arztes, der behandelnden Ärztin bzw. des Gesundheitsamtes beachtet werden. 

Weitere Hinweise zu den Voraussetzungen und Empfehlungen für eine ambulante Betreuung Erkrankter sind auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts zu finden.

Ausführliche Informationen rund um die häusliche Quarantäne sind auf einer Themenseite der BZgA sowie in einem Merkblatt zusammengestellt.

Wann eine häusliche Quarantäne beendet werden darf, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt.

Bei Menschen, die wegen eines Verdachts auf eine Ansteckung in Quarantäne sind, wird diese in der Regel nach 14 Tagen wieder aufgehoben, wenn sie keine Krankheitsanzeichen zeigen. 

Bei Personen, die wegen einer COVID-19-Erkrankung in häuslicher Quarantäne sind, wird in der Regel frühestens 14 Tage nach Krankheitsbeginn die Quarantäne aufgehoben, wenn sie seit mindestens 48 Stunden keine Krankheitsanzeichen mehr haben. 

Bei Personen, bei denen zu Beginn der häuslichen Quarantäne der Erreger nachgewiesen wurde, die aber keine Krankheitszeichen entwickeln (asymptomatische Infektion), ist eine Entlassung frühestens nach 14 Tagen möglich.

Die Entscheidung, ob eine Person die häusliche Quarantäne verlassen kann, trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der ärztlichen Betreuung.

Ausführliche Informationen rund um die häusliche Quarantäne sind auf einer Themenseite der BZgA sowie in einem Merkblatt zusammengestellt.

Ja. Die Behörden haben zu der Frage, ob nach einer überstandenen Infektion andere Vorschriften gelten, bislang noch keine Regelungen getroffen.

Die genannten 14 Tage Quarantäne sind eine Mindestdauer.  

Die Entscheidung, ob eine Person genesen und nicht mehr ansteckend ist, trifft die behandelnde Ärztin / der behandelnde Arzt bzw. das zuständige Gesundheitsamt.

Das Infektionsgeschehen wird in Deutschland vom Robert Koch-Institut (RKI) überwacht. Das RKI informiert in einem täglichen Lagebericht über die Zahl der bestätigten Fälle sowie der Verstorbenen, analysiert die Daten unter anderem nach geografischer Verteilung, Alter und Geschlecht und nimmt eine Schätzung der Zahl der Genesenen vor. Außerdem werden die durchgeführten SARS-CoV-2-Labortestungen und die intensivmedizinischen Kapazitäten dargestellt sowie die aktuellen Empfehlungen und Maßnahmen in Deutschland erläutert. 

Eine detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Deutschland nach Landkreis und Bundesland stellt das COVID-19-Dashboard bereit.

Zudem nimmt das RKI regelmäßig eine Risikobewertung zur Situation in Deutschland vor.

Für Deutschland werden die an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Fallzahlen nach Bundesland und Landkreisen grafisch in einem Dashboard dargestellt. Sie sind auch im täglichen Situationsbericht zu finden. Die aktuellen weltweiten Fallzahlen sind auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) abrufbar.

Die Reproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt. Sie allein kann nicht als Maß für Wirksamkeit und Notwendigkeit von Maßnahmen herangezogen werden. Wichtig sind außerdem u.a. die Anzahl der täglichen Neuinfektionen sowie die Schwere der Erkrankungen. Die Zahl der Neuinfektionen muss klein genug sein, damit es möglich ist, Kontaktpersonen effektiv nachzuverfolgen, und damit die Kapazitäten von Intensivbetten nicht überlastet werden.

Am Anfang einer Pandemie gibt es einen Startwert (Basisreproduktionszahl), der beschreibt, wie viele andere Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt. Dabei geht man davon aus, dass sich die gesamte Bevölkerung mit dem Virus anstecken kann, weil bis zu diesem Zeitpunkt noch niemand immun ist, kein Impfstoff verfügbar ist und keine Infektionsschutzmaßnahmen getroffen wurden.

Bei dem neuartigen Coronavirus liegt die Basisreproduktionszahl zwischen 2,4 und 3,3. Das heißt, dass jede infizierte Person im Mittel etwas mehr als zwei bis etwas mehr als drei Personen ansteckt. Ohne Gegenmaßnahmen würde die Zahl der Infektionen rasch exponentiell ansteigen und erst stoppen, wenn bis zu 70 % der Bevölkerung eine Infektion bzw. Erkrankung durchgemacht haben, also immun sind und das Virus ihrerseits nicht mehr weiterverbreiten können.

Durch Infektionsschutzmaßnahmen lässt sich die Reproduktionszahl verringern. Man spricht von einer zeitabhängigen Reproduktionszahl. Es gilt:

  • Wenn die Reproduktionszahl > 1, dann steigt die Anzahl täglicher Neuinfektionen.
  • Wenn die Reproduktionszahl = 1, dann bleibt die Anzahl täglicher Neuinfektionen konstant.
  • Wenn die Reproduktionszahl < 1, dann sinkt die Anzahl täglicher Neuinfektionen.

Bei dem neuartigen Coronavirus ist das Ziel, die Reproduktionszahl stabil bei unter 1 zu halten.

Die Reproduktionszahl lässt sich anhand der dem RKI übermittelten Daten zu den bestätigten Erkrankungsfällen bestimmen. 

(Siehe dazu auch die Frage: „Wenn die Reproduktionszahl bereits am 22. März unter 1 lag, warum brauchte man dann  noch Kontaktbeschränkungen?“)

Die Reproduktionszahl kann nicht alleine als Maß für Wirksamkeit und Notwendigkeit von Maßnahmen herangezogen werden. Wichtig sind außerdem die absolute Zahl der täglichen Neuinfektionen sowie die Schwere der Erkrankungen. Die Zahl der Neuinfektionen muss klein genug sein, damit es möglich ist, Kontaktpersonen effektiv nachzuverfolgen, und damit die Kapazitäten von Intensivbetten nicht überlastet werden.

Die Tatsache, dass die Reproduktionszahl seit Anfang März unter der Basisreproduktionszahl liegt, ist eine Konsequenz der Maßnahmen, die zur Eindämmung des Virus getroffen wurden (z. B. Absage großer Veranstaltungen, Einführung der bundesweiten Kontaktbeschränkungen vom 23. März). Die verschiedenen Maßnahmen ergänzen und verstärken sich gegenseitig.

Die Maßnahmen vor dem 23. März führten zu einem Rückgang der Reproduktionszahl. Die Einführung der Kontaktbeschränkungen führte dazu, dass die Reproduktionszahl auf einem Niveau unter 1 bzw. nahe 1 gehalten werden konnte.

Die Tatsache, dass die Anzahl der Neuerkrankungen nach dem 23. März zunächst stagniert und nicht weiter sinkt, ist u. a. dadurch zu erklären, dass sich die Kontaktbeschränkungen nur auf Kontakte außerhalb geschlossener Settings (z. B. Haushalte oder Altenheime) beziehen. Das heißt, dass auch nach dem 23. März innerhalb dieser Settings noch Übertragungen stattgefunden haben. Es ist davon auszugehen, dass die Reproduktionszahl ohne die Kontaktbeschränkungen wieder angestiegen wäre und sich der Basisreproduktionszahl angenähert hätte. Genau hier setzen die bundesweiten Kontaktbeschränkungen an: Durch die Kontaktreduktion im öffentlichen Raum wird die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Settings entfernt, sodass die einzelnen Geschehen in sich beschränkt bleiben.

Es ist weiterhin von keiner nennenswerten Immunität in der Bevölkerung auszugehen. Eine unkontrollierte Lockerung der Maßnahmen und eine Rückkehr zu Verhaltensweisen vor der Pandemie würde zu einem erneuten Anstieg von Erkrankungen und einer Annäherung der Reproduktionszahl an die Basisreproduktionszahl führen.

(Siehe dazu auch die Frage: „Was versteht man unter der Reproduktionszahl, und wie wichtig ist sie für die Bewertung der Situation?“)

Die bundesweiten Fallzahlen an COVID-19-Erkrankungen sind aktuell rückläufig. Dies konnte durch die raschen und umfangreichen Maßnahmen zum Infektionsschutz und das gute Mitwirken der Bevölkerung gelingen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Pandemie in Deutschland überstanden ist.

Bislang war nur ein kleiner Teil der Menschen hierzulande mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert und ist – wahrscheinlich und zumindest für eine gewisse Zeit – gegen das Virus immun. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat jedoch zurzeit keinerlei Immunschutz gegen SARS-CoV-2. Deshalb muss damit gerechnet werden, dass durch Lockerungen der Einschränkungen die Fallzahlen wieder ansteigen und es zu einem erneuten Anstieg an COVID-19-Erkrankungen kommen kann.

Wann ein Anstieg der Fallzahlen in Deutschland beginnen könnte und wie stark dieser ausfallen würde, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise möglichen saisonalen Effekten (siehe Frage: „Hängt die Aktivität von SARS-CoV-2 von den Jahreszeiten ab (Saisonalität)?“), der Aufrechterhaltung und Einhaltung von Maßnahmen zum Infektionsschutz und der Mobilität der Bevölkerung. Eine wichtige Rolle spielt dabei das individuelle Verhalten der Bevölkerung. Wichtige Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor COVID-19 hat die BZgA für Sie zusammengestellt.

Ohne Maßnahmen zum Infektionsschutz könnte sich das Virus unkontrolliert weiterverbreiten. Da SARS-CoV-2 sehr ansteckend ist und nur wenige Menschen in Deutschland immun gegen das Virus sind,  könnte es sehr rasch wieder zu einer exponentiellen Zunahme der Neuinfektionen  kommen. Auch mehrere nachfolgende COVID-19-Wellen unterschiedlichen Ausmaßes sind theoretisch denkbar.

Die Bundesregierung warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen innerhalb und außerhalb Deutschlands (siehe dazu die Informationen für Reisende und Pendler).

Bei unaufschiebbaren Reisen sind die Informationen für Reisende zu beachten.

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen werden vom Auswärtigen Amt gegeben. Dieses hat eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch-Institut geben hier keine Empfehlungen und bieten keine reisemedizinische Beratung an.

Basierend auf bundeseinheitlichen Kriterien wird nach einem mehrtägigen Aufenthalt im Ausland grundsätzlich eine verbindliche 14-tägige Quarantäne angeordnet. Dabei sind die Hinweise der lokalen Behörde zu beachten. Außerdem sind Rückreisende verpflichtet, unverzüglich die für ihren Wohnsitz, bzw. ihren Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland zuständige Behörde (in der Regel das lokale Gesundheitsamt) zu kontaktieren und auf ihre Einreise hinzuweisen (siehe Schreiben des BMG für Reisende).

Man nimmt an, dass das neuartige Coronavirus von Fledermäusen stammt. Ob andere Tierarten als Zwischenwirte des Virus zwischen Fledermaus und Mensch dienen, ist noch nicht bekannt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Erkrankten Anfang Dezember 2019 auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben. Das neuartige Coronavirus erhielt den offiziellen Namen “SARS-CoV-2“, die Atemwegserkrankung, die es auslöst, wird als “COVID-19” bezeichnet.

Seit dem 16.06.2020 ist die deutsche Corona-Warn-App verfügbar. Die App wird vom Robert Koch-Institut (RKI) für die deutsche Bundesregierung herausgegeben. Sie hilft, zu zeigen, wenn man Kontakt zu jemandem hatte, der das Coronavirus übertragen könnte. Damit kann die App die Arbeit der Gesundheitsämter unterstützen – auch die Testung auf das Coronavirus kann besser geplant werden. 

Für Antworten auf häufig gestellte Fragen siehe www.rki.de/covid-19-warnapp sowie die Informationsseite zur Corona-Warn-App: https://www.coronawarn.app/de/.

Stand: 16.06.2020

Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird nach derzeitigen Erkenntnissen vor allem direkt von Mensch zu Mensch übertragen , z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen. Bei der Übertragung spielen Tröpfchen wie auch Aerosole (Tröpfchenkerne kleiner als fünf Mikrometer), die längere Zeit in der Luft schweben können, eine Rolle. Durch das Einhalten eines Mindestabstands von 1,5 Metern kann das Auftreffen von Tröpfchen sowie in gewissem Umfang auch von Aerosolen verringert werden.

Eine Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 durch Aerosole ist in bestimmten Situationen über größere Abstände möglich, z. B. wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und es verstärkt zur Produktion und Anreicherung von Aerosolen kommt. Das passiert insbesondere beim Sprechen mit höherer Lautstärke, aber auch beim Singen oder ggf. auch bei sportlicher Aktivität. Inwieweit es hier zur Übertragung kommen kann, ist noch nicht abschließend untersucht. Bisher ist es unter anderem im Zusammenhang mit Chorproben und in einem Fitnesskurs zu Übertragungen gekommen. Daher ist es aktuell ratsam, derartige Situationen zu vermeiden.

Generell können Aerosole durch regelmäßiges Lüften bzw. bei raumlufttechnischen Anlagen durch einen Austausch der Raumluft unter Zufuhr von Frischluft (oder durch eine entsprechende Filtrierung) in Innenräumen reduziert werden. Übertragungen von SARS-CoV-2 im Freien über Distanzen von mehr als 1,5 Metern wurden bisher nicht dokumentiert. Das Einhalten eines Abstands von mindestens 1,5 Metern wird auch im Freien empfohlen, um einen Kontakt zu Tröpfchen und Aerosolen zu minimieren.

Um für frische Luft in geschlossenen Räumen zu sorgen, sollten Sie mehrmals täglich für jeweils fünf Minuten lüften. Am besten geeignet ist Querlüften (Durchzug) mit weit geöffneten Fenstern. Aber auch ein kürzeres Öffnen eines Fensters zwischendurch trägt zu einem gesunden Innenraumklima bei. Nach Angaben des Umweltbundesamtes besteht nach gegenwärtigem Kenntnisstand keine Gefahr, dass durch das Lüften Coronaviren aus der Außenluft in den Innenraum gelangen und eine Infektion verursachen können.

Um den bestmöglichen Schutz vor COVID-19 zu gewährleisten, sollten auch alle anderen empfohlenen Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen und Verhaltensregeln wie Kontaktbeschränkungen konsequent eingehalten werden.

Stand: 16.06.2020

Quelle: BZgA, Stand: 27.05.2020

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